• Euro klettert wegen der Sorgen um US-Alleingang Analysten erwarten Kurs von 1,15 Dollar je Euro in naher Zukunft

Wirtschaft : Euro klettert wegen der Sorgen um US-Alleingang Analysten erwarten Kurs von 1,15 Dollar je Euro in naher Zukunft

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Frankfurt (Main) (rtr). Die Sorge vor einem Krieg der USA gegen den Irak ohne Zustimmung der UNO hat den Euro am Dienstag nach vorübergehenden Verlusten gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit vier Jahren steigen lassen. Analysten sagten, ein von den USA geführter, kostspieliger Krieg gegen Irak werde von vielen Marktteilnehmern mittlerweile als unausweichlich angesehen. Befürchtet wird an den Finanzmärkten, dass die USA mit einigen wenigen Staaten ohne UNOMandat im Alleingang Irak angreifen könnten. Am Vormittag hatte die Verschiebung einer UNO-Entscheidung über Krieg und Frieden in Irak Händlern zufolge etwas Druck vom Dollar genommen. Neben den Kriegsängsten gebe es aber auch Unsicherheiten mit Blick auf die US-Konjunktur. Das erhöhte Händlern zufolge wieder den Druck auf die US-Währung. Gegen 20 Uhr notierte der Euro mit 1,103 Dollar nur wenig unter seinem zuvor markierten Vier-Jahres-Hoch von 1,1084 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelte den Referenzkurs mit 1,1080 (Montag 1,1042) Dollar. Am Montagabend war die europäische Gemeinschaftswährung in New York mit 1,1057 Dollar aus dem Handel gegangen.

Das Szenario einer Erholung des Dollar nach einem kurzen Krieg wird Analysten zufolge immer unwahrscheinlicher. „Das zermürbende Ringen um die Legitimation eines Präventivschlags gegen Irak und die damit einhergehende zunehmende Isolierung der USA in der internationalen Staatengemeinschaft haben unseres Erachtens das Risiko erhöht, dass eine derartige Erholung ausbleibt und sich statt dessen der gegenwärtige Euro-Dollar-Trend fortsetzt“, hieß es in einem Marktkommentar der Commerzbank Securities. Den Analysten zufolge wären dann auch Euro-Kurse von rund 1,15 Dollar in naher Zukunft möglich.

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