Euro-Krise : EZB-Ökonom sieht keine Inflation

Die Rettungspakete für kriselnde Euro-Staaten verursachen nach Einschätzung des Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, keine Inflation.

Hamburg - „Es gibt auf Sicht der nächsten beiden Jahre keine Inflationsgefahren“, sagte Stark der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die „monetäre Analyse“ der EZB bestätige dies auch mittelfristig. Trotz der ins Leben gerufenen Rettungsfonds bleibe die Euro-Währungsunion „eine Stabilitätsgemeinschaft“. Stark verteidigte das umstrittene Rettungspaket für kriselnde Euro-Staaten. „Wir haben es mit einer Krise zu tun, die kein Politiker oder Zentralbanker in Europa in den letzten 60 Jahren erlebt hat. Die Anwendung von purem Lehrbuchwissen ist in einem solchen Fall nicht anzuraten“, sagte Stark. Die EU-Länder und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben einen Notfallplan zur Sicherung der europäischen Gemeinschaftswährung beschlossen. Der Rettungsschirm sieht Kredite von bis zu 750 Milliarden Dollar als mögliche Hilfen für angeschlagene Euro-Länder vor. (AFP)

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