EURO, ÖL, GOLD : Rekordpreise für Devisen und Rohstoffe

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BREMSE FÜR DEN EXPORT

Optimistisch stimmende Unternehmens- und Konjunkturdaten haben dem Euro am Mittwoch zu einem Jahreshoch verholfen. Die Gemeinschaftswährung kletterte bis auf 1,4920 Dollar und war damit so teuer wie zuletzt im August 2008. Je mehr der Euro kostet, desto schlechter verkaufen sich deutsche Exportgüter im Dollarraum. „Das macht uns Sorgen“, sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier in Berlin. Es sei auch nicht damit zu rechnen, dass der Dollar in den kommenden Monaten stärker werde.

TEURER TREIBSTOFF

Die anhaltende Dollarschwäche lockte Anleger am Mittwoch in Rohstoffe. Ein sinkender Dollar macht Rohstoffe für Investoren außerhalb des Dollarraums günstiger und treibt ihre Nachfrage an. Zugleich mildert er den Kostendruck auf die deutsche Wirtschaft. Das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich auf bis zu 75,15 Dollar. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 73,06 Dollar. Sollte die US-Währung weiter nachgeben, könnte der Ölpreis nach Einschätzung des Rohstoffstrategen Mark Pervan von der ANZ-Bank in Melbourne in

Richtung 80 Dollar steigen.

GLÄNZENDES GOLD

Auch der Goldpreis kletterte am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch von 1070,40 Dollar je Feinunze. Hellt sich die Konjunktur auf, sinkt eigentlich der Goldpreis. Doch viele Investoren suchen derzeit Sicherheit – sie fürchten den Absturz des Dollar-Kurses. mot

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