Wirtschaft : Euro: Schlechter Ifo-Geschäftsklimaindex sorgt für 8-Wochen-Tief

Frankfurt (Main) (rtr). Der Euro ist nach Veröffentlichung schwächerer Konjunkturindikatoren durch das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch vorübergehend auf ein Acht-Wochen-Tief gefallen. Händler sagten, nach dem Kursverlust der europäischen Währung vom Vortag sei der deutlich schwächer als erwartet ausgefallene Geschäftsklimaindex Wasser auf die Mühlen der euroskeptischen Stimmung gewesen. Am Markt gebe es das Gefühl, "dass der Euro noch tiefer gehen wird, bis die EZB etwas tut", sagte ein Analyst. Im Referenzkursverfahren Öffentlicher Banken wurde der Euro am Mittwoch mit 0,9211 Dollar mehr als einen Cent tiefer festgestellt als am Vortag mit 0,9346 Dollar.

Wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch mitteilte, fiel der an den Märkten vielbeachtete Geschäftsklimaindex der westdeutschen Industrie im Juni auf 100,4 Punkten nach revidiert 102,0 Punkten im Mai. Unter Volkswirten hatte man mit einem Wert von 102,1 Punkten gerechnet. Damit fiel der Index, der als Barometer für die Konjunkturentwicklung in Deutschland gilt, deutlich niedriger aus als erwartet.

Analysten werteten die Zahlen jedoch als Ausrutscher und erwarten eine Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs in Deutschland und der Euro-Zone. Nach wie vor wird eine weitere Erhöhung der EZB-Leitzinsen im Herbst erwartet. Auf ihrer Ratssitzung am Donnerstag werde die EZB die Zinsen unverändert lassen, sind die Frankfurter Händler überzeugt. Einige Experten sind mittlerweile ratlos, wie der Euro noch gestützt werden könnte. Trotz Durchbruch für die Steuerreform war die Gemeinschaftswährung Ende vergangener Woche unter Druck geraten.

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