Euro-Zone : EU-Kommission senkt Wachstumserwartung

Die Wirtschaft in den Staaten der Euro-Zone soll im kommenden Jahr deutlich zulegen - wenn auch schwächer als bislang gedacht. Die Schuldensünder Frankreich und Spanien bekommen ihre Defizite nicht in den Griff.

Der positive Trend in der Euro-Zone soll sich im kommenden Jahr verfestigen. Auch für 2015 erwartet die Kommission Wachstum im gemeinsamen Währungsraum.
Der positive Trend in der Euro-Zone soll sich im kommenden Jahr verfestigen. Auch für 2015 erwartet die Kommission Wachstum im...Foto: dpa

Die Euro-Zone wird nach Angaben von EU-Währungskommissar Olli Rehn im kommenden Jahr um 1,1 Prozent wachsen. Das sind 0,1 Punkte weniger als noch im Frühjahr angenommen. Für das übernächste Jahr sagte er 1,7 Prozent voraus. Für Deutschland wird 2014 ein überdurchschnittliches Plus von 1,7 erwartet, im übernächsten Jahr sollen es dann 1,9 Prozent sein.

Die Schuldensünder Frankreich und Spanien kämpfen nach Brüsseler Einschätzung weiter mit Defiziten. Paris werde es bei unveränderter Politik nicht schaffen, wie versprochen im übernächsten Jahr die Maastrichter Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung wieder einzuhalten.

Erwartet werde stattdessen für 2015 eine Neuverschuldung von 3,7 Prozent, teilte die EU-Kommission am Dienstag in ihrem Herbst-Konjunkturgutachten mit. Für Spanien, das 2016 wieder die Drei-Prozent-Marke einhalten muss, wird für das nächste Jahr ein Defizit von 5,9 Prozent angenommen und für 2015 der noch größere Wert von 6,6 Prozent.

Unter dem Strich gehe die Neuverschuldung in der Euro-Zone zurück, berichtete die Kommission. Die Behörde bekräftigte frühere Vorhersagen, wonach Europa die Rezession hinter sich lässt. „Die Budget-Konsolidierung und Strukturreformen, die in Europa unternommen wurden, haben die Grundlage für die Erholung geschaffen“, resümierte Rehn. Die Zahl der Arbeitslosen bleibe aber zu hoch, kritisierte der Finne. (dpa)

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