Euro-Zone : Schuldenkrise treibt Arbeitslosigkeit auf Höchststand

Während in Deutschland so wenig Menschen ohne Arbeit sind wie lange nicht, sieht das Bild in den südlichen Ländern der Euro-Zone ganz anders aus. Doch die Stimmung in der Wirtschaft hellt sich langsam auf.

Arbeitslos in Spanien - das Land gehört zu den Ländern mit der höchsten Quote in der Euro-Zone. Foto: dpa
Arbeitslos in Spanien - das Land gehört zu den Ländern mit der höchsten Quote in der Euro-Zone.Foto: dpa

Konjunkturflaute und Schuldenkrise treiben die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf einen Höchststand. Im November waren 18,8 Millionen Menschen in den 17 Ländern ohne Arbeit, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte.

Dies waren 113.000 mehr als im Monat davor und gut zwei Millionen mehr als vor einem Jahr. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote kletterte binnen Monatsfrist von 11,7 auf 11,8 Prozent und erreichte bereits den vierten Monat in Folge einen neuen Rekordwert.

Die Wirtschaft im Währungsraum war zuletzt zwei Quartale in Folge leicht geschrumpft und steckt damit nach gängiger Definition in der Rezession.

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten - nach dem international vergleichbaren Ilo-Standard - gab es in Österreich (4,5 Prozent), Luxemburg (5,1 Prozent), Deutschland (5,4 Prozent) und den Niederlanden (5,6 Prozent).
Die höchsten Quoten meldeten die Krisenstaaten Spanien (26,6 Prozent) und Griechenland (26,0 Prozent im September 2012).

Gleichzeitig hellt sich die Stimmung der Wirtschaft der Euro-Zone weiter auf. Das Barometer für das Wirtschaftsklima stieg im Dezember den zweiten Monat in Folge. Es legte um 1,3 auf 87 Punkte zu, wie Eurostat mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich einen Anstieg des Barometers auf 86,3 Punkte erwartet.

Die Stimmung hellte sich unter den Verbrauchern und in allen Branchen auf, mit Ausnahme des Einzelhandels. Das separat ermittelte Geschäftsklima erholte sich ebenfalls etwas. Dieses Barometer kletterte auf minus 1,12 Zähler von minus 1,17 Punkten. Die EU-Kommission rechnet für das laufende Jahr lediglich mit einem minimalen Wachstum von 0,1 Prozent. (rtr)

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