Wirtschaft : Euro-Zone zählt 17,4 Millionen Arbeitslose Rekordstand erreicht – Quote bei elf Prozent

Luxemburg/Brüssel - Niemals zuvor waren so viele Menschen in den Euro-Staaten arbeitslos: Insgesamt 17,4 Millionen Menschen, das entspricht einer Quote von elf Prozent, hatten in den 17 Ländern mit der gemeinsamen Währung im April keinen Job. Das teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. „Diese neuen Arbeitslosenzahlen spiegeln die Dringlichkeit der Lage wider und dass wir dynamischere Arbeitsmärkte schaffen müssen“, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde.

Die EU-Kommission hatte die EU-Staaten jüngst gemahnt, mehr für die Schaffung von Arbeitsplätzen zu tun. Zwar kämen die meisten Regierungen gut mit ihren Sparanstrengungen voran. Allerdings dürfe dies nicht zulasten des Wirtschaftswachstums gehen. Die Brüsseler Behörde drängt zu Reformen der Rentensysteme und will die Besteuerung der Arbeit drücken.

Deutschland kommt in der aktuellen Eurostat-Statistik mit einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent wie schon seit längerem recht gut weg. Nur in Österreich, Luxemburg und den Niederlanden ist ein noch geringerer Anteil ohne Beschäftigung. Die Krisenländer Spanien und Griechenland verzeichneten nach wie vor Quoten von über 20 Prozent. Besonders Jugendliche stehen dort auf der Straße.

Die EU-Statistiker korrigierten auch die Zahlen für März herauf: Die Arbeitslosenquote lag bei 11,0 statt bei 10,9 Prozent wie ursprünglich gemeldet und damit auf gleichem Niveau wie im April. Die Gesamtzahl der Menschen ohne Job in der Euro-Zone ist allerdings im April gegenüber März um 110 000 gestiegen. dpa

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