Wirtschaft : Euroland kann es mit den USA aufnehmen

Mit der Einführung der gemeinsamen Währung am 1.Januar sind elf EU-Staaten zu einer Wirtschaftsmacht zusammengewachsen, die in ihrer Bedeutung dem Dollar-Raum ebenbürtig ist.Das Euro-Gebiet übertrifft mit seinem Bruttoinlandsprodukt von 5774 Mrd.Ecu (11,48 Mrd.DM) Japan, das ein BIP von 3327 Mrd.Ecu aufweist, und liegt knapp hinter den Vereinigten Staaten mit einem BIP von 7592 Mrd.Ecu.Die EU-Statistikbehörde Eurostat veröffentlichte am Donnerstag die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren.

Ausdehnung/Sprachen: Euroland erstreckt sich über 30 Breitengrade.Zwischen der finnischen Stadt Utsjoki im äußersten Norden und der italienischen Insel Lampedusa vor der Küse Lybiens werden 17 verschiedene Amtssprachen gesprochen.

Bevölkerung: 291 Millionen Menschen leben in der Euro-Zone.In den USA sind es 269 Millionen, in Japan 126 Millionen.

Außenhandel: Die Euro-Zone erwirtschaftete 1997 einen Überschuß von 89,4 Mrd.Ecu, verglichen mit einem Defizit von 186,1 Mrd.Ecu in den USA und einem Überschuß in Japan von 72,7 Mrd.Ecu.

Währungsreserven: An Devisen waren im August 1998 in den elf Euro-Ländern 296,4 Mrd.Ecu vorhanden, während es in den USA 56,1 Mrd.Ecu und in Japan 187,1 Mrd.Ecu waren.

Wirtschaftswachstum: 1997 wuchs die Wirtschaft in den elf Euro-Teilnehmerländern um 2,5 Prozent.In den USA betrug die Wachstumsrate 3,8 Prozent, in Japan 0,9 Prozent.

Arbeitslosigkeit: Im Durchschnitt betrug die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone im Oktober 10,8 Prozent.Die Raten reichten von 2,2 Prozent in Luxemburg bis 18,2 Prozent in Spanien.

Wachstumsaussichten: Die EU-Kommission hat für 1998 ein Wachstum von 3,0 Prozent, für 1999 von 2,6 Prozent und für 2000 ein Wachstum von 2,9 Prozent vorausgesagt.

Inflation: Durchschnittlich stiegen die Lebenshaltungskosten im Oktober um 1,0 Prozent.

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