Euronext-Fusion : Weg frei für die größte Börse der Welt

Nach den Aktionären der Mehrländerbörse Euronext haben auch die Anteilseigner der New York Stock Exchange den Weg zur Gründung der größten transkontinentalen Börse der Welt freigemacht.

New York - Wie die New Yorck Stock Exchange (NYSE) mitteilte, fiel das Votum für die Fusion der beiden Börsen bei einer Hauptversammlung in New York mit laut vorläufigem Auszählungsergebnis 99,7 Prozent fast einstimmig aus. Die Ja-Stimmen repräsentierten demnach mehr als 75 Prozent des Kapitals der NYSE. Bei der Aktionärsversammlung von Euronext am Dienstag in Amsterdam hatten 98,2 Prozent der Anteilseigner für den Zusammenschluss im Wert von 22,3 Milliarden Euro votiert.

NYSE-Chef John Thain sprach von einem "historischen Tag" für die New Yorker Börse, deren Position auf den weltweiten Finanzmärkten gestärkt werde. Zu Euronext gehören die Handelsplätze Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon sowie die Londoner Terminbörse Liffe. Einige Euronext-Aktionäre hatten sich bis zuletzt gegen das Vorhaben gesträubt, darunter die französische Bank BNP Paribas und das französisch-belgische Institut Dexia. Dabei wurde die Befürchtung vorgetragen, dass die US-Börse der dominante Partner sein werde und US-Börsenregeln de facto auf Europa übertragen werden könnten. Die Deutsche Börse hatte sich vergeblich um eine Fusion mit Euronext bemüht. (tso/AFP)

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