EUROPÄISCHE FIRMEN IN CHINA : „Willkürliche Umsetzung von Gesetzen“

BEHÖRDENWILLKÜR

Europäische Unternehmen mit einem Sitz in China kritisieren die Einmischung Pekings in das Wirtschaftsgeschehen. Das geht aus einer Umfrage der Europäischen Handelskammer in Peking unter gut 500 Mitgliedern hervor. „Die willkürliche Umsetzung von Gesetzen und Vorschriften, undurchsichtige und belastende Registrierungsverfahren und die laxe Anwendung des Urheberrechts werden am häufigsten beklagt“, sagte Jacques de Boisseson, Präsident der Kammer. 40 Prozent der Unternehmen befürchten eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen bis 2012. Dies könnte nach Meinung der Manager sogar dazu führen, dass China seinen Status als Top-Investitionsstandort verliert: 30 Prozent billigen der Volksrepublik diese Stellung heute zu, nur 21 Prozent glauben, dass dies in fünf Jahren auch noch so sein wird.

VERTRAG MIT TAIWAN

China bemüht sich derweil um ein besseres Verhältnis zu Taiwan: Beide Staaten unterzeichneten am Dienstag ein Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit. Es sieht vor, Produktzölle aufzuheben. Zudem gibt es Taiwans Firmen mehr Zugang zum chinesischen Markt. Peking sieht Taiwan als abtrünnige Provinz an. 40 Prozent der Ausfuhren Taiwans gehen nach China, werden aber mit Zoll belegt. brö/dpa

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