Wirtschaft : Europäische Zentralbank

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 1.Januar 1999 das Regiment über Währung und Zinsen in den elf Ländern der Währungsunion übernommen.EZB-Präsident Wim Duisenberg ist jetzt für das Geld von 290 Millionen Menschen in der Euro-Zone zuständig und damit zu einem der einflußreichsten Männer in Europa geworden.Der Sitz der EZB ist Frankfurt am Main.

Die nationalen Notenbanken sind dagegen seit Neujahr nur noch Teile des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB).Damit ist die Position der Deutschen Bundesbank als eine der einflußreichsten Notenbanken der Welt zu Ende.

Von Lappland bis Sizilien wird der Europäische Zentralbankrat über die Leitzinsen die Stabilität des Euro sichern müssen.Ihm gehören die elf Notenbankchefs aus den Euro-Ländern sowie die sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums an.Mit seinem Chefvolkswirt Otmar Issing gehört dem Direktorium auch ein deutscher Stabilitätswächter an.Der Rat trifft sich alle zwei Wochen im Frankfurter Eurotower.Einmal im Monat will Duisenberg vor die Presse treten und zu aktuellen Fragen Rede und Antwort stehen.

Vorrangiges Ziel der EZB ist es, die Preisstabilität im Euro-Raum zu sichern, so wie es im Maastricht-Vertrag festgelegt wurde.Soweit möglich, haben die Währungshüter aber auch die Wirtschaftspolitik der EU zu unterstützen.Artikel 107 des Vertrages schützt die EZB vor Einflußnahme oder gar Weisungen aus der Politik.Zu den Aufgaben der EZB gehört es auch, die Währungsreserven zu verwalten sowie die Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld zu versorgen.

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