Wirtschaft : Experten warnen

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Hormonpräparate wurden seit den 70er Jahren als Wundermittel bei typischen Wechseljahrbeschwerden wie Hitzewallungen, Depressionen und Schlafstörungen gepriesen. Sie wurden nicht nur bei akuten Beschwerden, sondern auch vorbeugend gegen andere Krankheiten wie Osteoporose und Alzheimer verordnet.

RISIKEN

2002 wurde eine große Studie (Women’s Health Initiative Study, WHI) abgebrochen, weil sich zeigte, dass durch Hormonpräparate das Risiko, an Thrombosen, Schlaganfällen und Brustkrebs zu erkranken, deutlich stieg. Das bestätigte die weltweit größte Studie in Großbritannien an mehr als einer Million Frauen.

SCHERING

Der größte deutsche Hormonhersteller Schering verdiente 2001 noch 385 Millionen Euro mit der Hormontherapie, 2002 nur noch 350 Millionen Euro und 2003 286 Millionen Euro, wie der Geschäftsbericht ausweist. Auch im ersten Quartal dieses Jahres ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal weiter gesunken .

EMPFEHLUNGEN

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat angeordnet, dass die Beipackzettel von Arzneimitteln zur Hormonersatztherapie überarbeitet werden müssen. In die Produktinformationen müssen Hersteller erweiterte Angaben zum Risiko für Thrombosen, Brustkrebs, Schlaganfall und Herzerkrankungen aufnehmen.

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