Wirtschaft : Expo 2000: Deutsche Wirtschaft unterstützt Weltausstellung weniger als erwartet

Die Expo 2000 in Hannover, wird ihre ursprüngliche Zielvorgabe von 950 Millionen Mark beim Sponsoring durch die deutsche Wirtschaft nicht erreichen. Insgesamt seien mehr als 750 Millionen Mark eingeworben worden, sagte Ludolf von Wartenberg, der Aufsichtsratsvorsitzende der Expo-Beteiligungsgesellschaft der Deutschen Wirtschaft, am Freitag. Das sei zwar ein Rekord, damit sei das reine Sponsoring der Industrie jedoch ausgereizt. "Ich glaube nicht, dass die deutschen Unternehmen jetzt noch zusätzlich etwas geben."

In den 750 Millionen Mark seien weitere indirekte Investitionen der Wirtschaft nicht enthalten, sagte von Wartenberg. So hätten die Unternehmen in ihre Expo-Auftritte insgesamt noch einmal die gleiche Summe gesteckt. Zudem brächten sie durch Mitarbeiterreisen zusätzliche Besucher zur Weltausstellung. Insgesamt konnte die Beteiligungsgesellschaft zwölf Unternehmen als Weltpartner, zehn als Produktpartner sowie 27 Unternehmen und Wirtschaftsorganisationen als Partner im Themenpark gewinnen. Zudem seien 14 Unternehmen als Ausrüster und Lieferanten sowie viele mittelständische Betriebe als Lizenznehmer und Konzessionäre dabei.

Die Beteiligungsgesellschaft, die das Engagement der Wirtschaft für die Expo bündelt, präsentiert sich auf dem Hannoveraner Weltausstellungsgelände mit einem eigenen Ausstellungsbeitrag im Deutschen Pavillon. Unter dem Titel "Unternehmen Deutschland" sollen sechs Comics in einer dreidimensionalen Projektionstechnik den Expo-Besuchern die Probleme einer Unternehmensgründung näher bringen. Hauptfiguren in den Comics sind ein Fuchs und eine Gans. "Sie stehen symbolisch für Unternehmer, die sich nicht unbedingt mögen, aber wegen ähnlicher Interessen gut zusammenarbeiten", sagte Wilfried Prewo, Vorsitzender der Geschäftsführung der Beteiligungsgesellschaft. In einem hart umkämpften Markt müssten sie lernen, ihr Produkt zu vermarkten.

Im Vorfeld der Expo-Eröffnung hatte es immer wieder Streitigkeiten zwischen den Unternehmen in Deutschland und der Expo-Gesellschaft über die Zusammenarbeit gegeben.

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