• Expo-Gesellschaft: "Die gegenwärtige Situation ist durch unglückliche Verhaltensweisen unnötig hochgespielt worden"

Wirtschaft : Expo-Gesellschaft: "Die gegenwärtige Situation ist durch unglückliche Verhaltensweisen unnötig hochgespielt worden"

jhw

Plötzlich taucht die Expo 2000 wieder in den Schlagzeilen auf. Mit einem Brief der Expo-Geschäftsführerriege um Ex-Treuhand-Chefin Birgit Breuel in der vergangenen Woche an die Mitarbeiter begann das spätsommerliche Theater um die erste Weltausstellung auf deutschem Boden, die am 1. Juni 2000 starten soll. In dem Brief waren die wichtigsten Gesellschafter der GmbH, die die Expo organisiert - Bund, Land Niedersachsen und Stadt Hannover -, scharf angegriffen worden.

Die Expo-Gesellschaft hat am Montag reagiert. "Die gegenwärtige Situation ist durch unglückliche Verhaltensweisen unnötig hochgespielt worden. Nur so konnten einseitige Formulierungen die Diskussion der vergangenen Tage prägen", teilte die Expo in einer zwölf Zeilen umfassenden Stellungnahme mit. "Der Mitarbeiterbrief hatte nur ein Ziel: den Mitarbeitern für die letzten Monate den Rücken zu stärken", teilte die Expo-Gesellschaft mit. Für Freitag sei ein Gespräch mit den Gesellschaftern geplant. "Frühere Gespräche haben immer geholfen, Probleme zu lösen, Missverständnisse zu klären oder Hürden beiseite zu räumen. Das wird auch Ziel dieses Gespräches sein."

Als verantwortlich für den Brief gilt Expo-Kommunikationschef Hans-Erich Bilges. Der niedersächsische SPD-Landtagsfraktionschef Sigmar Gabriel forderte am Wochenende schon die Entlassung von Bilges - worauf der Chef der niedersächsichen CDU, Christian Wulff, anmerkte, Gabriel scheine vergessen zu haben, dass die SPD durch ihre Mitglieder im Aufsichtsrat der Expo seit Jahren in voller Verantwortung für die Weltausstellung stehe.

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