Wirtschaft : Export: Deutsche Ausfuhren legen kräftig zu

Der Export blieb im ersten Halbjahr 2001 die kräftigste Säule der deutschen Wirtschaft. Trotz der Konjunkturflaute wurden sogar die Ausfuhren in die wichtigste Volkswirtschaft USA deutlich gesteigert. Entscheidender Rückenwind kam dabei vom schwachen Euro. Die Lieferungen in die europäischen Länder wuchsen dagegen unterdurchschnittlich. Insgesamt wurden bis zur Jahresmitte Waren im Wert von 626,4 Milliarden Mark (320 Milliarden Euro) exportiert - 11,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit.

Die inzwischen rückläufigen Auftragseingänge aus dem Ausland in wichtigen Branchen deuten aber darauf hin, dass der Exportmotor im weiteren Jahresverlauf ins Stottern geraten dürfte. Dennoch kann die Exportwirtschaft mit dem glänzenden Polster zur Halbzeit ihren Ausfuhrrekord von 2000 wieder erreichen. Im vergangenen Jahr wurden Waren für 1167 Milliarden Markaußer Landes geliefert.

Der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels erwartet unter dem Strich einen Exportzuwachs von mehr als fünf Prozent. Mit 16,2 Prozent auf 274,9 Milliarden Mark konnten die Exporte in Länder außerhalb Europas am deutlichsten gesteigert werden. Beachtlich ist dabei das Plus von 15,6 Prozent auf 66,7 Milliarden Mark in die USA - Deutschlands zweitgrößtem Abnehmer. Jenseits der EU zeigen sich auch die osteuropäischen Märkte erstaunlich stabil. Allein in die Tschechische Republik legten die Exporte um mehr als ein Viertel auf 14,6 Milliarden Mark zu.Frankreich bleibt aber wichtigster Außenhandelspartner von Deutschland. Die Franzosen nahmen Waren im Wert von 71,5 Milliarden Mark ab. Dies war ein Zuwachs von 9,6 Prozent. Zugleich sind die Franzosen auch wichtigster Lieferant für die deutsche Wirtschaft.

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