Wirtschaft : Exporteure fürchten höhere Kosten BGA für internationale Sicherheitsstandards

-

Berlin Nach den Terroranschlägen von London und Ägypten warnen die deutschen Exporteure davor, die Kosten für schärfere Sicherheitsstandards in der Logistik allein auf die Unternehmen abzuwälzen. Es komme darauf an, „eine angemessene Balance zwischen Sicherheitsanforderungen einerseits und berechtigten Handelsinteressen andererseits zu finden“, sagte der Präsident des Bundesverbands des Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner, dem Tagesspiegel in Berlin. Neben der Politik seien auch die Unternehmen gefordert, sie dürften aber nicht unverhältnismäßig belastet werden.

Börner forderte internationale Sicherheitsstandards in der Logistik, um den Welthandel zu schützen. „Sicherheit in der Logistikkette ist eine internationale Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden kann“, sagte Börner. Die „feigen und gemeinen Attacken“ zeigten, „wie verwundbar unsere Welt und deren Infrastruktur ist“. Nationale Alleingänge bei den Sicherheitsstandards für Schiff- und Luftfahrt versprächen keinen Erfolg und müssten durch abgestimmte internationale Standards abgelöst werden. „Nur so ist gewährleistet, dass der internationale Handel nicht über Gebühr belastet, verteuert und behindert wird“, sagte BGA-Chef Börner.

Dies betreffe vor allen die unterschiedlichen Entwicklungen im Zoll- und Logistikbereich in den USA und in der Europäischen Union. Dabei gehe es um die unterschiedlichen Datenelemente, Anmeldefristen und Sicherheitsanforderungen. Das Thema wird auch beim Deutschen Außenwirtschaftstag Mitte September in Bremen eine Rolle spielen.

BGA-Chef Börner und der Bremer Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek (CDU), der auch für die Häfen der Hansestadt verantwortlich ist, wollen an diesem Donnerstag in der Hauptstadt über die Gefahr des Terrorimus für den Welthandel informieren. mod

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben