Exportweltmeister : Deutschland importiert am meisten aus China

China hat Deutschland den Titel des Exportweltmeisters abspenstig gemacht, und ist nun sind zum Importland Nummer eins der Deutschen aufgestiegen.

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Die Chinesen lieferten im ersten Halbjahr 2010 Waren im Wert von 34,6 Milliarden Euro in die Bundesrepublik – und verdrängten damit die Niederlande von ihrer Spitzenposition, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legten die Importe aus China um 35,6 Prozent zu. Aus der Volksrepublik werden neben Spielzeug und Textilien heute vor allem Elektronik und Maschinen eingeführt. Insgesamt stiegen die Einfuhren in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um kräftige 15 Prozent auf 383,6 Milliarden Euro.

Der deutsche Export profitierte derweil von der starken Nachfrage aus Schwellenländern. Besonders die Ausfuhren nach China (plus 55,5 Prozent), Brasilien (plus 61,3 Prozent) und in die Türkei (plus 38,8 Prozent) stiegen von Januar bis Juni massiv an. Das wichtigste Exportland blieb auch im ersten Halbjahr 2010 Frankreich, gefolgt von den USA und den Niederlanden. China, das bis vor wenigen Jahren noch kaum eine Rolle für den deutschen Export spielte, liegt nun auf Platz sieben. Vor allem deutsche Autos werden in der Volksrepublik stark nachgefragt. Insgesamt stiegen die deutschen Exporte im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17,1 Prozent auf 458,3 Milliarden Euro. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass die Ausfuhren von Januar bis Juni 2009 wegen der Krise um 23,5 Prozent eingebrochen waren.

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