Wirtschaft : EZB-Banker als Diplomaten

FRANKFURT (MAIN) (rtr).Die sechs Mitglieder des Direktoriums der Europäischen Zentralbank werden in Deutschland Diplomatenstatus erhalten.Dies regelt ein Abkommen zwischen der Bundesregierung und der Notenbank, das am Freitag in Frankfurt (Main) von Bundesaußenminister Klaus Kinkel und EZB-Präsident Wim Duisenberg unterzeichnet wurde.Duisenberg bezeichnete das Abkommen als "einen Grundpfeiler" für die Tätigkeit der EZB.

Das "Sitzstaatenabkommen" regelt die rechtlichen Beziehungen zwischen der Euro-Notenbank und der Bundesrepublik und legt unter anderem fest, daß die EZB nicht der deutschen Finanzaufsicht unterliegt.EZB-Mitarbeiter brauchen auch keine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.

Die EZB erklärte darüberhinaus, sie werde das erste Offenmarkt-Geschäft ihrer Geschichte am Montag, den 4.Januar 1999 um 15.30 Uhr ausschreiben.Der Premieren-Tender zur Steuerung der Zinsen und Liquidität am Euro-Geldmarkt werde eine Laufzeit von 13 Tagen haben.Die in der Regel zweiwöchigen Tender, bei denen Banken Geld von der Notenbank bekommen und dafür Wertpapiere hinterlegen, würden das wichtigste Instrument der EZB zur Refinanzierung des Geldmarktes sein.

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