Wirtschaft : FAG Kugelfischer geht ins Ausland, Mannesmann unter Verdacht und Kaufrausch bei Vodaphone

Endemann AG, Neuss. Der Internet-Suchmaschinenbetreiber beteiligt sich mit zehn Prozent am Kapital der Swing Entertainment in Kaarst, die die Rechte an Computerspielen vermarktet und Computerspiele produziert. Für Swing wird derweil ein Börsengang in Erwägung gezogen, die Endemann-Aktie notiert schon am Neuen Markt.

FAG Kugelfischer AG, Schweinfurt. Der Wälzlagerhersteller verlagert weiter Produktionsstätten ins Ausland. Die Tochter Dürkopp Adler stellt ihre Nähmaschinen künftig nur noch in Tschechien her, im Bielefelder Werk wird die Belgschaft um knapp ein Drittel auf 1000 Mitarbeiter verringert. Zuletzt waren Teile der Autotechnik-Produktion nach Ungarn umgezogen.

Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg. Der Umsatz des Medienkonzerns ("Bravo", "Maxi", "TV Hören und Sehen", "Magdeburger Volksstimme") stagniert bei rund drei Milliarden Mark. Deswegen will der Verlag in neue Geschäftsfelder, etwa Qualitätszeitschriften in den Bereichen Wirtschaft und Computer, vorstoßen. Gewinnzahlen teilte Bauer nicht mit. Die TV-Produktion MME ("Peep"), die zu knapp 45 Prozent zu Bauer gehört, soll im kommenden Jahr an die Börse gebracht werden.

Jenoptik AG, Jena. Der Technologiekonzern hat nach Monate langem Tauziehen einen Haustarifvertrag. Er sieht flexible Arbeitszeiten und eine Leistungsentlohnung der Mitarbeiter vor, die vom Ergebnis des Unternehmens abhängt.

Mannesmann AG, Düsseldorf. Der Telekommunikationskonzern soll nach Ermittlungen der Mailänder Justiz Schmiergelder in Millionenhöhe für Aufträge aus Italien bezahlt haben. Gegen zwei frühere Mannesmann-Manager wird demnach wegen Korruptionsverdacht ermittelt.

RWE AG, Essen. Der Energiekonzern ist mit seiner Tochter Lahmeyer verschmolzen. RWE besitzt inzwischen 98 Prozent des Mannheimer Unternehmens. Die Zwischenholding hielt für RWE 211 Beteiligungen an Stromversorgern und anderen überwiegend im Energiebereich tätigen Unternehmen.

Vodafone Airtouch plc, London. Der britische Mobilfunkanbieter, der Mannesmann übernehmen will, steht offenbar vor der Mehrheitsübernahme bei Aritel, Spaniens zweitgrößtem Mobilfunknetz.

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