Fahrpreise : Bahn hält Preise im Fernverkehr stabil

Erstmals seit acht Jahren verzichtet die Deutsche Bahn auf eine Preiserhöhung für Tickets im Fernverkehr. Zugleich teilte der Konzern in Frankfurt am Main mit, dass die Preise im Nah- und Regionalverkehr um durchschnittlich 1,9 Prozent steigen sollen.

Im Nah- und Regionalverkehr werden die Preise angehoben.
Im Nah- und Regionalverkehr werden die Preise angehoben.Foto: dpa

"Wir werden das erste Mal seit acht Jahren im Fernverkehr in Deutschland für das Jahr 2011 keine Preiserhöhung durchführen. Das heißt, alle Preise bei der Deutschen Bahn im Fernverkehr bleiben bestehen und das - glaube ich - ist eine ganz wichtige und gute Botschaft", sagte Bahn-Vorstandsmitglied Ulrich Homburg. Damit wolle die Deutsche Bahn ihre Position im Wettbewerb etwa mit dem Luftverkehr stärken.

Allerdings müssen sich Bahnreisende zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 im Nah- und Regionalverkehr (S-Bahnen und Regio-Züge) auf Preiserhöhungen für Normal- und Zeitkarten einstellen. Die Preise werden nach den Angaben im Schnitt um 1,9 Prozent steigen. Homburg, sagte, im Nahverkehr habe die Bahn im Gegensatz zum Fernverkehr nicht die Möglichkeit, völlig eigenständig über die Preise zu entscheiden.

Die Preise bleiben damit nur bei ICE-, Intercity-, Eurocity- und Nachtzugverbindungen stabil. Zuletzt hatte es mehrmals Forderungen gegeben, die Preise wegen einer Serie von Pannen in den vergangenen Monaten nicht zu erhöhen. So waren etwa im Sommer bei extremer Hitze Klimaanlagen in ICEs ausgefallen. Zudem hatte die Bahn in den vergangenen Jahren ihre Preise oft mit dem Verweis auf gestiegene Energiekosten erhöht. In der Krise aber waren die Preise gefallen, auch die Stromkosten für Industriekunden. Trotzdem hatte der Konzern die Preise im Krisenjahr 2009 erhöht.
In den vergangenen Jahren waren die Preise im Fernverkehr (alle ICE-, Intercity- und Eurocity-Verbindungen in Deutschland und grenzüberschreitend) regelmäßig angehoben worden, zuletzt im Dezember 2009 um 1,8 Prozent und ein Jahr zuvor um 3,9 Prozent. (AFP/dpa)

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