FAHRRADHELME IM TEST Unfallschutz ab 19 Euro : Reine Kopfsache

Im Ernstfall müssen Helme viel aushalten. Die meisten schaffen das auch

Yasmin El-Sharif

Alles spricht für sie und trotzdem nutzt sie nur eine Minderheit: Fahrradhelme. Zu peinlich, zu klobig, zu teuer sind die am häufigsten gehörten Argumente gegen diesen Kopfschutz. Doch ein Vergleich der Stiftung Warentest zeigt, dass die Helme inzwischen weder skurril aussehen noch besonders kostspielig sein müssen. Stattdessen bieten die meisten von ihnen einen wirksamen Schutz bei Unfällen.

25 Fahrradhelme mussten im Test des Prüfinstituts zeigen, ob ihre Schale beim Aufprall auf den Boden und gegen eine Bordsteinkante genügend Stoßdämpfung bietet. Die Helme wogen nur zwischen 250 bis 300 Gramm, und doch schnitt weit mehr als die Hälfte von ihnen mit einem „guten“ Ergebnis ab. Der Rest war „befriedigend“. An die Spitze der Tabelle schaffte es der MET Aliseo/Diamante mit der Gesamtnote 1,7. Er hat in den getesteten Kategorien Unfallschutz, Komfort, Hitzebeständigkeit und Schadstoffgehalt durchweg „gut“ oder noch besser abgeschnitten. Mit 55 Euro gehört er zudem nicht zur preislichen Oberklasse.

Doch es geht noch preiswerter. Rund 20 Euro kostet etwa das Modell Prestige bei Rewe, das im Test mit der Note gut (1,9) abgeschnitten hat. Allerdings ist das Produkt momentan nicht mehr erhältlich. 19 Euro zahlt man für den Profex Inmold, der ebenfalls mit „gut“ (2,2) bewertet worden ist. Aber auch die Helme, die ein „befriedigend“ erhielten seien nicht „unsicher“, betonen die Tester. Dafür hatte die Stiftung Warentest in anderen Punkten mehr auszusetzen.

Denn bei einigen Modellen verformte sich bei warmem Wetter und hoher Luftfeuchtigkeit die Außenschale. „Auch lösten sich Klebeverbindungen und dadurch teilweise der Hartschaum von der Außenschale“, schreiben die Warentester. Weniger anfällig für solche Schwächen zeigten sich die Helme, die nach dem Inmold-Verfahren hergestellt wurden (wie etwa der Profex Inmold). Bei diesem Verfahren wird die harte Außenschale des Helms in derselben Form mit dem Dämmschaum zusammengebacken. Das soll nicht nur die Trennung der Schalen vermeiden, sondern auch eine gleichmäßigere Druckverteilung bei einem Unfall sicherstellen.Yasmin El-Sharif

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