Fahrzeugrückruf bei Toyota : Mangelhaft: Toyota ruft Millionen Fahrzeuge zurück

Der japanische Automobilkonzern Toyota ruft wegen Mängeln Millionen von Fahrzeugen zurück. Auch deutsche Autofahrer sind davon betroffen und sollen nun so schnell wie möglich in die Werkstatt.

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Die Geländelimousine RAV4 ist wie der Yaris und zwei weitere Toyota-Modelle vom Rückruf betroffen.
Die Geländelimousine RAV4 ist wie der Yaris und zwei weitere Toyota-Modelle vom Rückruf betroffen.Foto: rtr

Nach General Motors (GM) ruft nun auch der japanische Automobilhersteller Toyota massenhaft Fahrzeuge zurück. Betroffen sind weltweit insgesamt rund 6,4 Millionen Autos der Modelle Yaris, Urban Cruiser, RAV4 und Hilux - rund 92000 davon in Deutschland. Bei Modellen des Kleinwagen Yaris und des Kompaktgeländewagens Urban Cruiser, die zwischen 2005 und 2010 gebaut wurden, könnte es Probleme an den Sitzschienen oder einem Befestigungspunkt der Lenksäule geben. Bei der Geländelimousine RAV4 und dem Pickup Hilux (2004 - 2010) sei ein Bruch im Fahrzeugkabelbaum nicht auszuschließen.

Toyota-Halter bekommen Post vom Kraftfahrtbundesamt

Fahrzeugbesitzer der betroffenen Marken sind nun aufgerufen, ihr Auto in einer Werkstatt durchchecken und defekte Bauteile kostenlos austauschen zu lassen. "Unsere Kunden werden in den nächsten acht bis zwölf Wochen eine schriftliche Aufforderung des Kraftfahrtbundesamts erhalten", sagte Toyota-Unternehmenssprecher Ekkardt Sensendorf dem Tagesspiegel. Laut Sensendorf sind die Mängel an den zurückgerufenen Autos nicht "sicherheitsrelevant", haben also keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit der Autos.

Ein Rückruf vor vier Jahren beschädigte das Image des Unternehmens schwer

Der Massen-Rückruf erfolgt zu einer Zeit, da sich der weltgrößte Autobauer gerade erst von den Auswirkungen eines millionenfachen Rückrufs erholt hat, der vor vier Jahren das Image des Unternehmens schwer angeschlagen hatte. In Kürze dürfte Toyota Rekordgewinne für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr 2013/2014 bekanntgeben. Die Behörden auf dem wichtigen US-Markt hatten dem japanischen Branchenprimus vorgeworfen, 2009/2010 Rückrufe wegen rutschender Fußmatten und klemmender Gaspedale verzögert zu haben. Erst vor wenigen Tagen hatte Toyota in den USA im Rahmen eines Vergleichs 1,2 Milliarden Dollar gezahlt, um ein Strafverfahren abzuwenden.

Der japanische Automobilkonzern hat eine Qualitätsoffensive gestartet

Toyota war vorgeworfen worden, das Ausmaß der damaligen Mängel vertuscht und die Öffentlichkeit wiederholt belogen zu haben. Bei Unfällen sollen damals zahlreiche Menschen zu Tode gekommen sein. Als Lehre daraus hatte Toyota eine umfangreiche Qualitätsoffensive gestartet. Der Konzern versprach, dass Qualität fortan vor Expansion komme. Vor diesem Hintergrund erfolgt nun der nächste große Rückruf. Sollte es einmal Zweifel an der Qualität der verkauften Autos geben, so betont der Branchenprimus, stehe man zur eigenen Verantwortung und hole konsequent alle infrage kommenden Fahrzeuge in die Werkstätten.

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