Wirtschaft : Fairchild Dornier ohne Investor Bombardier springt ab

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München (tmh). Nach einer überraschenden Absage des Kaufinteressenten Bombardier droht beim insolventen Flugzeugbauer Fairchild Dornier der Verlust eines Großteils der noch 3600 Arbeitsplätze. Der kanadische Konkurrent habe bei Zulieferern keine Preiszugeständnisse erzielen können und deshalb sein Interesse an Fairchild Dornier für beendet erklärt, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Eberhard Braun vor Journalisten in Oberpfaffenhofen bei München. Wenn es nicht gelinge, für das Regionalflugzeugs 728, das als tragendes Zukunftsprojekt der Oberpfaffenhofener gilt, einen alternativen Käufer zu finden, müssten allein deshalb 1200 Stellen abgebaut werden.

„Wir haben einen Rückschlag erlitten“, sagte Braun. Fairchild Dornier sei aber noch nicht ausgezählt. Für die 728 würden nun Gespräche mit alternativen Interessenten geführt, die der Sanierer aber nicht nennen wollte. Die Oberpfaffenhofener sind seit zehn Wochen zahlungsunfähig. Grund für die Pleite sind die globalen Turbulenzen in der Luftfahrt als Folge der Terroranschläge in den USA und das kostspielige Projekt 728.

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