FAMILIENDYNASTIE HANIEL : 255 Jahre Tradition

Jan Willem Noot baute 1756 in Ruhrort (heute ein Stadtteil von Duisburg) ein Lagerhaus für Kolonialwaren. Noots Schwiegersohn Jacob Haniel erweiterte das Geschäft um eine

Spedition
und einen Weinhandel. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts stiegJacob Haniels Sohn Franz in den Kohlehandel ein und betrieb eine Reederei. Mit dem Kauf mehrerer Eisenhütten wurden die Händler auch zu Industriellen. 1851 begann die Firma, auf der Zeche Zollverein Kohle zu fördern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich Haniel zum Handels- und Dienstleistungskonzern: In den 60er Jahren investierte das Unternehmen in den Pharmagroßhändler Celesio, in Entsorgungsunternehmen und in den Groß- und Einzelhändler Metro. Heute ist Haniel auch an der Recyclingfirma ELG, an dem Hygieneartikelhersteller CWS-Boco sowie am Büromöbelhändler Takkt beteiligt. Die Franz Haniel & Cie. GmbH ist insgesamt bei rund 800 Firmen engagiert und machte im Jahr 2010 mit 58 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 27,4 Milliarden Euro. Das Familienunternehmen hat mehr als 600 Gesellschafter, die mit Jacob Haniel verwandt oder angeheiratet sind. Sie sind über einen Beirat an allen Entscheidungen beteiligt, dürfen aber nicht im Management sitzen. Wie ein Sprecher am Samstag erklärte, plant Haniel nun jedoch eine deutlich

Verkleinerung der Arbeitsplätze in der Dachgesellschaft. Bis Ende 2012 sollen von den derzeit 250 Stellen 170 verbleiben. jmi

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