Familienunternehmen : Haribo zeigt Warren Buffett die kalte Schulter

Der Bonner Gummibärchenproduzent Haribo lässt den milliardenschweren US-Investor Warren Buffett abblitzen.

BerlinFirmenchef Hans Riegel hat nach Informationen des Tagesspiegels "kein Interesse" an einem Einstieg Buffetts. "Wir haben keine Absicht, irgendetwas zu verkaufen", sagte Haribo-Sprecher Marco Alfter dem Tagesspiegel, "eher kaufen wir dazu".

Warren Buffett, der reichste Mann der Welt, hatte im Mai Deutschland besucht und erklärt, er wolle bei deutschen Familienunternehmen einsteigen. Weil Haribo-Chef Riegel bereits 85 Jahre alt und kinderlos ist, war gemutmaßt worden, dass das Bonner Familienunternehmen ein möglicher Übernahmekandidat sei. Doch Haribo ist nach eigenem Bekunden an fremdem Geld nicht interessiert. "Wir sind Weltmarktführer bei Fruchtgummi und Lakritz, wir brauchen keine Hilfe", sagte Alfter. Im vergangenen Jahr lag das Umsatzwachstum nach Angaben des Sprechers erneut im hohen einstelligen Prozentbereich.

Wer Riegel an der Unternehmensspitze nachfolgen soll, ist noch immer ungeklärt. "Es ist alles möglich", sagte Alfter. Der Nachfolger könne aus der Familie kommen oder aus dem Unternehmen, es könne aber auch ein Externer sein. "Es gibt derzeit aber keinen Namen", berichtete Alfter. Einen Nachfolger soll die Stiftung suchen, in die Hans Riegel seinen 50-Prozent-Anteil an dem Unternehmen eingebracht hat. (Tsp)

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