Wirtschaft : Fasziniert vom Land Berlin-Brandenburg

Potsdams CDU-Chef Junghanns glaubt an die Fusion

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Berlin - Brandenburgs CDU-Chef und Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns lässt nicht locker. Er träumt trotz der Skepsis seines Ministerpräsidenten und des Regierenden Bürgermeisters von der Fusion. „Es wäre für mich eine Faszination, Berlin und Brandenburg als ein Land zu erleben“, sagte der Politiker am Donnerstag in der Berliner IHK. Das es nicht vorangeht, liegt seiner Einschätzung nach an den eigenen Kollegen. „Die Ablehnung richtet sich gegen die Politiker, nicht gegen die Fusion“, meint der Brandenburger, weil die Leute der Politik eine Fusion einfach nicht zutrauten.

Er selbst wolle das Thema „offensiv weiter transportieren“. Auch weil beide Länder – und Junghanns hat hier wohl Äußerungen der Regierungschefs im Ohr – „auf dem besten Weg sind, den guten Kurs zu verlassen und die Region unter Wert verkaufen“. Zum Verkaufen gehört ein Image, doch bereits an diesem Punkt könne man sich nicht einigen. „Das Image sollte das Wort Industrie beinhalten“, meint Junghanns, doch damit habe so mancher in Berlin offenbar Schwierigkeiten. Gemeint ist nicht Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS), sondern wieder Klaus Wowereit (SPD). Dessen Ablehnung der Fusion der beiden Wirtschaftsfördergesellschaften kümmert Junghanns im Übrigen nicht sonderlich. Es gebe darüber Beschlüsse beider Regierungen, „daran halte ich fest“. Was den Wirtschaftsminister „sehr umtreibt“, ist die Jugend. Denn bei der „ist der Aufschwung noch nicht angekommen“. Zu tief habe sich die Einschätzung eingeprägt, im Osten sei nichts los. Das Gegenteil wollen 400 Firmen am Sonnabend demonstrieren. Am „Tag des offenen Unternehmens“ laden sie die Brandenburger ein. Und die Berliner natürlich auch. alf

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