Wirtschaft : Fed: US-Notenbank lähmt die Finanzmärkte

An den Finanzmärkten richten sich alle Blicke auf die US-Notenbank Fed, die an diesem Dienstag und Mittwoch über eine mögliche Zinssenkung entscheiden will. Bei der Sitzung ihres geldpolitischen Ausschusses (FOMC) werde die Fed nach nahezu übereinstimmender Einschätzung von Analysten den Leitzins erneut um 50 Basispunkte senken, um der Abschwächung der US-Wirtschaft entgegenzuwirken. Nach Äußerungen von Fed-Präsident Alan Greenspan in der vergangenen Woche würde ein geringerer Zinsschritt die Finanzmärkte enttäuschen und daher nahezu wirkungslos verpuffen, sagten Volkwirte.

Am Montag verharrten die Märkte nahezu regungslos auf dem Vorwochenschluss. Der Dax bewegte sich bis zum Nachmittag kaum. Erst ein schwacher Auftakt der US-Börsen ließ die deutschen Standardwerte zeitweise kurz in die Verlustzone drehen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte und der Technologie-Index an der Nasdaq waren in der ersten Stunde des Handels gefallen. Zu einer echten Trendwende kam es indes nicht: Der Dax lag gegen Abend wieder mit 0,1 Prozent bei 6702 Punkten im Plus. Auch der Neue Markt legte um 0,6 Prozent auf 2822 Zähler zu.

Auch die Devisenmärkte warteten auf die US-ZInsentscheidung. Der Euro fiel bei schwachem Handel leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs auf 0,9193 (Freitag: 0,9228) Dollar fest. Der Dollar verteuerte sich auf 2,1275 (2,1195) Mark. Der Markt rechne fest mit einer Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte, sagte ein Devisenhändler. "Wenn sich das bewahrheitet, warten die Marktteilnehmer auf die EZB, und ob die sich genötigt fühlen wird, mit eigener Zinssenkung nachzuziehen."

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