Feindliche Übernahmen : Eon will staatlichen Schutz

Eon-Chef Bernotat fühlt sich feindlichen Kräfte ausgeliefert. Ausländischen Unternehmen mit staatlicher Protektion sollen künftig Übernahmen am deutschen Markt verwehrt bleiben. Da sei der Gesetzgeber gefordert.

DüsseldorfDer Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Energiekonzerns Eon, Wulf Bernotat, fordert gesetzliche Regeln zum Schutz vor feindlichen Übernahmen aus dem Ausland. "Es kann und darf nicht sein, dass Unternehmen, die in ihren eigenen Märkten staatlichen Schutz genießen, sich in freie Märkte wie den deutschen einkaufen", sagte Bernotat der "Financial Times Deutschland". Die Überlegungen der Bundesregierung, das Außenwirtschaftsgesetz für solche Fälle zu ändern, halte er deshalb für sinnvoll.

Die Regierung hatte beschlossen, ein "besonderes Kontrollverfahren durch Erweiterung des Außenwirtschaftsgesetzes zur Berücksichtigung von nationalen Sicherheitsinteressen bei problematischen ausländischen Investitionen" zu prüfen. "Konkrete Sorgen, übernommen zu werden, haben wir aber nicht", sagte Bernotat. Die hohe Marktkapitalisierung von Eon sei "sicherlich der beste Schutz". Der Börsenwert von Eon liege derzeit bei 86 Milliarden Euro. (mit dpa)

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