Wirtschaft : Fernsehproduzent MME setzt auf neue Show-Formate

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Berlin Der Fernsehproduzent Me, Myself & Eye (MME) will mit neuen Programmformaten seine Marktposition als größter sender- und konzernunabhängiger Produzent Deutschlands ausbauen. Nach dem Kauf der Moviement-Gruppe im vergangenen Jahr sei MME in eine neue Dimension gewachsen, sagte Vorstandschef Martin Hoffmann am Dienstag in Berlin. Große Sprünge wird MME auf dem deutschen Markt allerdings nicht machen können: Das Wachstum des deutschen TV-Werbemarktes werde 2005 nur „bei null bis zwei Prozent“ liegen, schätzte Hoffmann. Die MME-Aktie stieg um 1,6 Prozent auf 7,03 Euro. Anfang 2004 lag sie noch bei gut 1,60 Euro.

MME (künftig MME Moviement) war Ende 2004 von Hamburg nach Berlin umgezogen und beschäftigt insgesamt 380 Mitarbeiter, davon 80 an der Spree. MME produziert für alle großen Fernsehsender unter anderem Koch-, Gerichts- und Einrichtungsshows, aber auch Dokumentationen. 2004 verdiente MME eine Million Euro mehr: Der Jahresüberschuss stieg von 0,6 auf auf 1,6 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte nach der Übernahme von Moviement pro forma auf knapp 81 Millionen Euro, ohne die Akquisition lag er bei 50,8 Millionen Euro (Vorjahr: 17,5 Millionen Euro). Die aufgelaufenen Bankschulden von rund zwölf Millionen Euro will MME in vier Jahren planmäßig abbauen.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich und einer „überproportionalen Steigerung“ des operativen Ergebnisses. Hoffnungen setzt MME auf neue Formate wie die Datingsshow „Bauer sucht Bäuerin“ (ab Herbst bei RTL) oder die Eventshow „Alive and swingin’“ (ProSieben). mot

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