Wirtschaft : Feuersozietät hält sich bedeckt

Versicherung äußert sich nicht

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Berlin (dr/hej). Bei der Feuersozietät Berlin/Öffentliche Leben berät man offenbar noch über die Strategie, wie man den Berichten über ernste Liquiditätsschwierigkeiten der Versicherung begegnen will. Man befinde sich noch in der Abstimmung mit den Eigentümern – dem Land Berlin und dem Land Brandenburg – vorher werde man keine Stellungnahme abgeben, hieß es am Montag. Am Wochenende hatte es geheißen, die Feuersozietät/Öffentliche Leben benötige innerhalb von zwei Wochen rund 50 Millionen Euro. Dieses Geld müsse je zur Hälfte von Berlin und Brandenburg kommen. Durch die Schieflage der Versicherung sei auch der geplante Verkauf gefährdet.

Claus Guggenberger, Sprecher von Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD), wies allerdings am Montag darauf hin, dass eine Privatisierung des Versicherungskonzerns frühestens für das erste Quartal 2003 geplant sei. Natürlich seien auch gewisse Risiken berechnet worden. Zu deren Höhe werde sich der Senator aber nicht äußern.

Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) hielt sich am Montag bedeckt. Über Einzelfälle äußere man sich nicht, betonte BAFinSprecherin Sabine Lautenschläger-Peiter. Generell habe die Behörde ihre Aufsichtstätigkeiten jedoch verstärkt. Dazu werde sie auch personell aufgestockt. Noch für das laufende Jahr bekommt das Aufsichtsamt 200 neue Planstellen – für alle Bereiche der Finanzaufsicht. Sechs Posten seien bereits besetzt.

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