Wirtschaft : Feuersozietät Öffentliche Leben: Die Versicherungsgruppe ist gut ins Jahr gestartet

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Die Feuersozietät Öffentliche Leben blickt nach einem zufriedenstellenden Jahr 2000 mit Optimismus auf das laufende Geschäftsjahr. "Wir werden 2001 stärker als der Markt wachsen", sagte der Vorstandschef Wolf-Rainer Hermel. Zur Diskussion über eine Privatisierung der je zur Hälfte den Ländern Berlin und Brandenburg gehörenden Versicherungsgruppe sagte er: "Wenn es zu einem Trägerwechsel kommt, dann nicht vor Ende 2002." In jedem Fall stehe der Vorstand den Privatisierungsabsichten nicht im Wege. Noch gebe es nach Angaben der Träger aber keine Interessenten. Dennoch hätten die Länder im April eine Wirtschaftsprüfergesellschaft beauftragt, den Wert der Versicherungsgruppe zu ermitteln. Hermel selbst hält sich bedeckt: "Ich will dem wüsten Zahlenwirrwarr nichts hinzufügen." Im Gespräch waren bisher Werte zwischen 500 Millionen und eineinhalb Milliarden Mark. Nachdem sich die Finanzminister beider Länder schon im Jahr 2000 grundsätzlich für einen Verkauf ausgesprochen hatten, waren bisher vor allem die Bewertung und die Verteilung des Verkaufserlöses strittig.

Zum Geschäftsverlauf sagte Hermel: "Die ersten fünf Monate des laufenden Geschäftsjahres haben sich deutlich besser entwickelt als im Vorjahr." Dies gelte sowohl für den Schadenversicherer Feuersozietät als auch für die Lebensversicherung Öffentliche Leben. Bis zum Jahresende könnte der Versicherer durchaus ein Beitragswachstum auf 580 bis 590 Millionen Mark erreichen. Einen kräftigen Impuls für das Neugeschäft erwartet Hermel auch durch die Riester-Rente.

Im Jahr 2000 konnte die Versicherung die Beitragseinnahmen auf 560 (Vorjahr: 548) Millionen Mark steigern. Dabei war der Zuwachs bei der Öffentlichen Leben deutlich geringer ausgefallen als 1999. Damals hatte die Diskussion über die Besteuerung von Lebensversicherungen der gangzen Branche eine Sonderkonjunktur verschafft. Der Rückgang bei Lebensversicherungen hat auch auf den Jahresüberschuss durchgeschlagen. Er ging auf 20,3 (Vorjahr: 46) Millionen Mark zurück.

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