Wirtschaft : Fidelity: Der US-Fondsanbieter will stärkeren Direktvertrieb

Die deutsche Tochter des US-Fondsunternehmens Fidelity will hierzulande weiter nach vorne kommen und bis 2004 hinter den großen deutschen Gesellschaften zur Nummer sechs der Branche aufsteigen. Dabei soll auch der Vertrieb über das Internet und eine noch engere Zusammenarbeit mit Banken und Sparkassen das Geschäft beleben. Citibank, Hypo-Vereinsbank sowie 200 Sparkassen und mehrere Volksbanken vertreiben bereits Fidelity-Fonds. Rund ein Drittel des Netto-Mittelzuflusses von 1,42 Milliarden Euro erzielte Fidelity in Deutschland im vergangenen Jahr über Kreditinstitute. Der Rest kam fast ausschließlich über den Vertrieb durch Finanzdienstleister, der Direktvertrieb spielt nur eine geringe Rolle.

Mit der Internet-Plattform "Fonds Network" soll ab Herbst ein weiterer Vertriebsweg eröffnet werden. Dort werden nicht nur eigene Fonds, sondern auch Produkte anderer Investmentgesellschaften angeboten. Ende vergangenen Jahres verwaltetet Fidelity hierzulande in 59 Fonds ein Vermögen von 5,22 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von 1,4 Prozent entspricht. Beim Nettomittelaufkommen steht der deutsche Ableger der weltgrößten unabhängigen Fonds-Gesellschaft mit einem Marktanteil von 2,3 Prozent besser da und ist bester ausländischer Anbieter.

Im laufenden Jahr will Fidelity das in Deutschland verwaltete Fondsvermögen auf 6,8 Milliarden Euro erhöhen, auch mit Hilfe von neuen Aktienfonds. Fidelity beschäftigt in Deutschland rund 170 Mitarbeiter, allerdings keinen einzigen Fondsmanager. Die Experten sitzen alle in London und betreuen von dort aus die Fonds.

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