Wirtschaft : Fidelity-Fonds aus dem "Supermarkt"

ina/HB

Die US-Fondsgesellschaft Fidelity will ihren Marktanteil am deutschen Fondsgeschäft noch weiter erhöhen und im Bereich Fondssupermärkte hier zu Lande die Nummer eins werden. Das unterstrich Thomas Balk, bei Fidelity Investments zuständig für das europäische Publikumsfondsgeschäft, anlässlich der Jahrespressekonferenz am Mittwoch in Frankfurt (Main). Außerdem wolle man in das Geschäft mit institutionellen Anlegern einsteigen. Im vergangenen Jahr sei Fidelity weiter vorangekommen. Laut Balk stieg das verwaltete Fondsvermögen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro, während die deutsche Branche einen Rückgang von 5,4 Prozent verzeichnet habe. Gleichzeitig seien den Fidelity-Fonds per saldo 1,4 Milliarden Euro zugeflossen, während die Nettozuflüsse der Branche um etwa die Hälfte gesunken seien.

Gemessen am verwalteten Fondsvermögen sei die Gesellschaft auf Rang sieben in Deutschland vorgestoßen, gemessen am Nettoabsatz auf Platz vier. Klaus-Jürgen Baum, Geschäftführer von Fidelity Investment Services (FIS), sieht die große Absatzchance von Fidelity unter anderem in der Öffnung der Banken für den so genannten Drittfondsvertrieb, also für Produkte, die nicht von den Investmentgesellschaften der jeweiligen Banken oder Bankengruppen angeboten werden. Fidelity wolle zum führenden Partner der Banken im Drittfondsvertrieb werden, erklärte der neue Geschäftsführer von FIS.

Am 21. Januar sei die Pilotphase des Fondssupermarktes "FundsNetwork" gestartet. Am Anfang würden Maklerpools und Finanzberater teilnehmen, sagte Baum. Das Angebot erstrecke sich zunächst auf Produkte von sieben Investmentgesellschaften. Vom 4. März an können laut Baum auch Direktkunden auf die Abwicklungsplattform zugreifen. Bei einem Fonds-Supermarkt können Investoren und Vermittler Fonds mehrerer Anbieter kaufen und über ein einziges Depot verwalten. Damit tritt das Projekt in Konkurrenz zu Direktbanken.

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