Wirtschaft : Fielmann wächst gegen den Branchentrend Billigoptiker erzielt erneut einen Rekordgewinn

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Hamburg (beu/HB). Die Optikfilialkette Fielmann AG, Hamburg, erweist sich als krisenresistent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 wurde erneut ein Rekordergebnis erwirtschaftet. Davon werden die Aktionäre in Form einer Dividendenerhöhung profitieren, kündigt Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzender Günther Fielmann an. Analysten rechnen mit 1,15 bis 1,28 Euro. Für das Jahr 2001 hatte Fielmann 1,07 Euro gezahlt. Der Konzernumsatz stieg um sechs Prozent auf 657 Millionen Euro.

Auch in Deutschland erhöhte sich nach den Worten von Finanzvorstand Ulrich Brockmann der Umsatz mit einem Zuwachs um 5,9 Prozent fast im gleichem Ausmaß und auf vergleichbarer Fläche um vier Prozent, während der Umsatz der Branche um fünf Prozent einbrach. Mit 4,4 Millionen verkauften Brillen steht die FielmannGruppe in Deutschland für 43 Prozent Marktanteil beim Absatz. Der Umsatzmarktanteil hat inzwischen 23 Prozent erreicht. Das, so Fielmann, mit der Bildung von Reserven konservativ gerechnete Vorsteuerergebnis wuchs um 13,5 Prozent auf voraussichtlich 63 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss dürfte mit 45 Millionen Euro um 14,5 Prozent über Vorjahr liegen.

In Branchenkreisen heißt es, Fielmann sei einmal mehr mit seiner aggressiven Preisstrategie erfolgreich, da er den gesamten Geschäftsweg kontrolliere – von der Produktion bis zum Verkauf. Die Börse zeigte sich von den guten Vorgaben dennoch nicht übermäßig begeistert. Der Aktienkurs verharrte fast unverändert bei 31,50 Euro.

Analysten äußerten sich überwiegend positiv zur Geschäftslage. Thilo Kleibauer vom Bankhaus MM Warburg sagte, Fielmann werde sich auch im laufenden Jahr weiter stark schlagen. Er gab eine Kaufempfehlung und nannte ein Kursziel von 42 Euro. Frank Laser von der Berenberg Bank sieht das Unternehmen in der anhaltenden Konsumflaute auf „einem gesunden Weg".

Auch in diesem Jahr stehen die Zeichen auf Wachstum. In den ersten beiden Monaten kletterten die Umsätze um neun Prozent und dies vor allem in Deutschland. Fielmann erklärt dies mit dem vergleichsweise schlechten Beginn des Vorjahres. Hinzu komme aber, dass viele Kunden den Kauf einer Brille aufgeschoben hätten, jetzt aber nicht mehr länger warten könnten.

Mit dem finanziellen Spielraum eines Cash flows von 85 Millionen Euro wird der Optikkonzern seine Expansion in Deutschland und im benachbarten Ausland auch in diesem Jahr vorantreiben und insgesamt elf Filialen eröffnen, darunter zwei in Polen. In Deutschland ist Fielmann derzeit mit 450 Filialen vertreten.

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