• Filmproduzent Senator hofft auf Kino-Herbst Zweites Halbjahr soll Umsatz- und Gewinneinbruch ausgleichen

Wirtschaft : Filmproduzent Senator hofft auf Kino-Herbst Zweites Halbjahr soll Umsatz- und Gewinneinbruch ausgleichen

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Berlin (mot). Der Berliner Filmproduzent und -verleiher Senator Entertainment muss einen Umsatz- und Gewinneinbruch verkraften. Im vergangenen Geschäftsquartal sackten die Erlöse um mehr als 80 Prozent auf 9,3 Millionen Euro ab, aus einem Überschuss von 4,8 Millionen Euro wurde ein Konzernfehlbetrag von 9,6 Millionen Euro. Senator begründete den Einbruch mit hohen Abschreibungen, unter anderem auf die Beteiligung an der Kino-Kette Cinemaxx, der allgemeinen Branchenflaute und dem zyklischen Geschäft der Filmindustrie, das erst in der zweiten Jahreshälfte anziehe. Analysten hatten ein besseres Zwischenergebnis erwartet. Der Kurs der im Nemax 50 notierten Senator-Aktie stieg bis Freitagabend um 1,3 Prozent auf 0,74 Euro.

Ob auch die Jahresprognose korrigiert werden muss, will der Vorstand „in der nächsten Zeit“ überprüfen. Auf Grund ausreichender Kreditlinien könne aber ein positiver Ausblick über 2002 hinaus gegeben werden, teilte Senator mit. Vorstandschef Hanno Huth hatte noch Anfang Juni an den Geschäftszielen festgehalten, die ein Umsatzplus von 140 Millionen auf 160 Millionen Euro und eine Verdoppelung des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 11 bis 13 Millionen Euro beinhalteten. Diese Ziele dürften nur noch schwer zu erreichen sein.

Dennoch geht Senator von einer deutlichen Geschäftsbelebung im weiteren Jahresverlauf aus. Nach „strategischer Weichenstellung“ werde ein Umsatzsprung erwartet, weil die wichtigen Erlöse aus dem Weltvertrieb, dem TV-Lizenzhandel und dem Kinoverleihgeschäft auf die zweite Jahreshälfte fielen. Die Filmpipeline für 2003 sei gesichert. Im ersten Halbjahr 2002 entstand ein Ebit-Verlust von 6,3 Millionen Euro nach einem positiven Ergebnis von 10,9 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz brach von 83,2 Millionen Euro auf 30,1 Millionen Euro ein. Das vergangene Jahr hatte Senator erstmals mit einem Verlust abgeschlossen.

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