Finanzaufsicht : Bafin schränkt Leerverkäufe ein

Spekulanten dürfen in Zukunft nicht mehr auf fallende Kurse von Staatstiteln und anderen Papieren wetten. Das hat die Finanzaufsicht in der Eurozone vorübergehend verboten.

Die Finanzaufsicht BaFin hat am Dienstag hoch spekulative Wetten von Investoren auf fallende Kurse von Staatstiteln der Euro-Zone verboten. Wie die Bafin am Abend in Bonn mitteilte, werden „ungedeckte Leerverkäufe“ von Anleihen von Staaten der Eurozone mit Wirkung bis zum 31. März untersagt. Verboten seien auch Leerverkäufe von Kreditausfallversicherungen auf Anleihen aus der Eurozone.

Das Verbot gilt auch für Aktien von 10 Unternehmen der deutschen Finanzbranche. Betroffen sind die Aareal Bank, Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Postbank, Generali Deutschland, Hannover Rück, MLP AG und die Münchener Rückversicherung.

Diese Verbote gelten vom 19. Mai an und werden laut BaFin laufend überprüft. Die BaFin begründete diesen Schritt mit der außergewöhnlichen Volatilität bei Schuldtiteln von Staaten der Eurozone. Zudem hätten sich die Risikoaufschläge bei Kreditausfallversicherungen mehrerer Staaten der Eurozone erheblich ausgeweitet. Dies habe die Stabilität des gesamten Finanzsystem gefährdet. dpa

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