Wirtschaft : Finanzaufsicht warnt vor Manipulation

Bonn - Die Finanzaufsicht Bafin hat Anleger vor Aktientipps in Börsenbriefen, durch Werbeanrufe und dubiose E-Mails gewarnt. Die Behörde habe 2012 so viele Untersuchungen wegen mutmaßlicher Marktmanipulation eingeleitet wie nie zuvor, teilte die Bafin am Mittwoch in Bonn mit. Insgesamt 250 solcher Verfahren seien 2012 aufgenommen worden.

Bei Fällen der Marktmanipulation sei das Schema häufig identisch, erklärte die Bafin. Ein Unternehmen gebe Aktien im sogenannten Freiverkehr an einer Börse aus – einem Marktsegment, das kaum reguliert ist und in dem für Unternehmen nur geringe Informationspflichten gegenüber Aktionären gelten. Danach gebe es „massive Kaufempfehlungen“ für die Aktien. Anleger kauften, und der Wert der Papiere steige. Daraufhin verkauften die Manipulateure ihre Aktien gewinnbringend. Nach Ende der Werbung durch die Manipulateure brächen die Aktienkurse „regelmäßig stark ein“. In der Vergangenheit hätten Anleger nach dem Kauf von Aktien nach solchen Empfehlungen „oftmals hohe Verluste“ erlitten, warnte die Bafin. AFP

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