Wirtschaft : Finanzen

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Das Jahr 2002 endete für die Finanzbranche mit zwei Paukenschlägen: dem Aufruf des Bankenpräsidenten Rolf E. Breuer, die Leitzinssenkung nicht an die Kunden weiterzugeben und dem Rücktritt von AllianzChef Henning Schulte-Noelle. Der Finanzbranche geht es schlecht. Auch 2003 wird sich daran wenig ändern – Sanierung ist angesagt. Auf die Dresdner Bank dürften nach dem Abtritt des Allianz-Chefs noch rauere Zeiten zukommen. Sie wird vermutlich noch stärker auf ihre Rolle als Vertriebskanal für Allianzprodukte zurückgefahren. Der Commerzbank geht es nicht anders. Erst 2004 soll es besser werden, sagt ihr Vorstandsvorsitzender Klaus-Peter Müller. Doch niemand mag seine Hand dafür ins Feuer legen, dass die Commerzbank dann noch nicht übernommen worden ist. Auch die Deutsche Bank muss sparen, zudem werden weitere Beteiligungen verkauft werden. Derweil machen die Sparkassen und Volksbanken in Zweckoptimismus, doch es wird manche Fusion geben. Die Versicherungen hoffen, dass es keine neuen Terroranschläge geben wird. Und die Bankgesellschaft Berlin? Ein Verkauf wird immer unwahrscheinlicher. Also wird das Land die Bank wohl sanieren müssen. Hoffentlich erfolgreich. dr

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