Aktienmärkte : US-Hypothekenkrise zieht Dax runter

Die Krise für zweitklassige Hypothekenkredite ist noch nicht ausgestanden: Händler rechnen weiterhin mit starken Schwankungen, von denen auch der deutsche Aktienmarkt nicht verschont bleibt. Außerdem enttäuschten die vorgelegten Quartalszahlen einiger Unternehmen. Der Leitindex gab um bis zu 2,1 Prozent nach - alle Dax-Konzerne verloren, bis auf einen.

Dax
Die Deutsche Börse in Frankfurt -Foto: dpa

Frankfurt/MainNegative Vorgaben aus den USA sowie Enttäuschungen über einige Quartalsbilanzen haben den deutschen Aktienmarkt stark belastet. Der Leitindex Dax sank bis zur Mittagszeit um 2,1 Prozent auf 7429 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte büßte 2,4 Prozent auf 10.489 Zähler ein und der TecDax verlor 2,5 Prozent auf 898 Punkte.

"Dass die US-Börsen am Dienstag nach dem europäischen Handelsschluss ihre Gewinne abgegeben und schwach geschlossen haben, belastet den deutschen Aktienmarkt spürbar", sagte Händler Christian Falkner vom Wertpapierhandelshaus Alpha. Die Krise am Hypothekenmarkt für zweitklassige Kredite sei noch nicht ausgestanden und zumindest kurzfristig sei daher mit starken Schwankungen an den Märkten zu rechnen. "Außerdem haben heute sehr viele Unternehmen ihre Quartalszahlen vorgelegt. Da sie teilweise nicht mehr ganz so gut aussehen wie im ersten Jahresviertel, werden die Aktien nun dafür deutlich abgestraft", ergänzte Falkner.

Ausnahme Linde

Im Dax standen mit Ausnahme von Linde alle Aktien auf der Verliererseite. Henkel brachen nach Zahlen zum zweiten Quartal als schwächster Wert um 5,22 Prozent auf auf 37,76 Euro ein. Der Konsumgüterkonzern war teilweise hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Die BMW-Aktie fiel nach ebenfalls enttäuschenden Zahlen um 4,76 Prozent auf 43,65 Euro. Der Autobauer verdiente im zweiten Quartal bei steigenden Umsätzen weniger und verfehlte beim Vorsteuerergebnis vor allem wegen ungünstigerer Wechselkurse die Analystenschätzungen. Auch unterm Strich blieb BMW hinter den Prognosen zurück.

Wegen unerwarteter einmaliger Kosten traf auch die Deutsche Börse die Analystenerwartungen für das zweite Quartal nicht, was der Aktie ein Minus von 4,87 Prozent auf 81,31 Euro bescherte.

Continental wird mit runtergezogen

Trotz starker Quartalszahlen konnten sich auch die Titel der Deutschen Bank und des Autozulieferers Continental nicht gegen den Abwärtstrend am Markt stemmen. Das Papier der Deutschen Bank gab um 2,49 Prozent auf 98,39 Euro nach. Conti sanken um 2,04 Prozent auf 103,85 Euro.

Der weltweit drittgrößte Einzelhändler Metro steigerte im abgelaufenen Jahresviertel seinen Umsatz und verdiente wegen der Integration der übernommenen deutschen Wal-Mart-Märkte weniger als im Jahr zuvor. Im Großen und Ganzen lagen die Zahlen im Rahmen der Analystenerwartungen. Die Aktie behauptete sich knapp mit minus 0,30 Prozent auf 57,10 Euro. (mit dpa)

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