Finanzen : Anleger bleiben in der Reserve

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Berlin Nach Kursverlusten an der New Yorker Wall Street am Donnerstag eröffnete auch der Deutsche Aktienindex (Dax) am Donnerstag mit leichten Verlusten. Zudem drückten Meldungen die Stimmung, dass sich der kräftige Zuwachs an Arbeitsplätzen in den USA abschwäche. Auch die Aussage der EU-Kommission, dass das Wirtschaftswachstum in Europa in diesem Jahr stärker als erwartet auf Touren komme, konnte die Anleger nicht zu verstärkten Käufen bewegen. Dennoch versuchten die Marktteilnehmer Optimismus zu verbreiten. „Die Kurse halten das niedrige Niveau von gestern. Ich sehe aber auch keinen Grund, dass die Kurse erneut deutlich nachgeben werden“, sagte ein Händler.

Zum Schluss des Xetra-Handels notierte der Dax bei 3998,77 Punkten, ein Minus von 0,9 Prozent. Auch der M-Dax notierte 0,98 Prozent leichter bei 5048,29 Punkten. Der Tec-Dax verlor 0,67 Prozent auf 570,87 Punkte.

Autowerte zählten nach gemischten Absatzzahlen aus dem wichtigsten Exportmarkt USA zu den klaren Verlierern. Entsprechend brach die Aktie von Volkswagen um 1,78 Prozent auf 33,73 Euro ein. BMW-Aktien konnten sich dem Druck nicht entziehen und sanken um 0,94 Prozent auf 35,70 Euro. Daimler-Chrysler gaben um 1,97 Prozent auf 37,30 Euro nach. Außerhalb der Frankfurter Indexfamilie konnte sich die Porsche-Aktie bei 542,48 Euro einigermaßen auf Vortagesniveau behaupten. Porsche steigerte den Absatz in Kanada und den USA. Dagegen stieg die Stammaktie des Versorgers RWE nach positiven Analystenkommentaren um 1,7 Prozent auf 39,40 Euro und setzte sich an die Spitze im Dax. Mehrere Banken hatten sich positiv zu dem Wert geäußert, nachdem der Versorger seine Prognose für das Stromgeschäft angehoben hatte.

Festverzinsliche Wertpapiere profitierten von den schwächeren US-Zahlen. Der deutsche Rentenmarkt tendierte zur Kasse fester. Die Umlaufrendite fiel auf 3,98 (Vortag: 4,01) Prozent. Der Rex- Rentenindex stieg um 0,11 Prozent auf 117,36 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,1 Prozent auf 113,29 Zähler.

Am Devisenmarkt führten die schwächeren US-Wirtschaftsdaten zu einem kräftigen Anstieg des Euro . Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs – noch vor der Vorlage der US-Arbeitsmarktdaten – auf 1,2148 (Donnerstag: 1,2168) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8232 (0,8218) Euro. Nach den US-Zahlen stieg der Euro auf ein zwischenzeitliches Tageshoch von 1,2312 Dollar.

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