Finanzen : Anleger setzen weiter auf Tui

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Berlin Der Handel an den deutschen Börsen verlief zum Wochenausklang uneinheitlich – bei weiterhin dünnen Umsätzen. Nach einem fast unveränderten Start kletterte der Deutsche Aktienindex (Dax) fast auf 3850 Punkte, fiel dann aber bis zum Mittag deutlich ins Minus. Erst danach berappelte er sich wieder, obwohl am Nachmittag bekannt wurde, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal weniger stark gewachsen ist als ursprünglich angenommen wurde. Zum Handelsschluss stand der Dax mit 0,49 Prozent bei 3851,18 Punkten im Plus. Der M-Dax, der Index für die mittelgroßen Werte, legte um 0,41 Prozent auf 4924,27 Punkte zu. Und der Technologieindex Tec-Dax verbuchte ein minimales Minus von 0,02 Prozent auf 476,69 Punkte. Die US-Börsen eröffneten leicht im Plus.

Von den Dax-30-Werten konnten 21 zulegen. Besonders stark gehandelt wurden die Papiere des Elektronikkonzerns Siemens. Große Probleme mit der neuesten Handybaureihe und die nötige Rückrufaktion werden das Quartalsergebnis belasten, teilte das Unternehmen mit. Deshalb musste die Aktie auch zunächst an Wert einbüßen. Doch am Nachmittag rettete sie sich wieder in die Gewinnzone (plus 0,78 Prozent auf 56,84 Euro). Dax-Spitzenreiter waren wiederum die Aktien des Touristikkonzerns Tui. Der Wert wird aller Voraussicht nach im Dax bleiben. Deshalb griffen Anleger zu. Am Ende blieb ein Kursgewinn von 1,63 Prozent auf 15,62 Euro. Zwischenzeitlich hatte der Zuwachs allerdings bei mehr als zwei Prozent gelegen.

Etwas abgeben mussten die Aktien der Lufthansa. In den vergangenen Tagen hatte sie von den stark gefallenen Rohölpreisen profitiert. Dieser Bonus hat sich nun vorerst aufgebraucht. Der Kurs gab bis zum Abend um 0,4 Prozent auf 9,87 Euro nach. Im Tagesverlauf hatte das Minus aber teilweise mehr als ein Prozent betragen.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite auf 3,76 (Donnerstag: 3,79) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,19 Prozent auf 118,62 Punkte zu. Der Bund Future stieg um 0,13 Prozent auf 115,88 Zähler. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2085 (Donnerstag: 1,2100) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8275 (0,8264) Euro. Tsp

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