AUF FALLENDE KURSE SETZEN : Mit Aktien gewinnen

INDEX-PAPIERE

Die einfachste Methode, um von fallenden Kursen zu profitieren, ist der Kauf von Index-Zertifikaten oder börsengehandelten Exchange Traded Funds (ETF). Dabei gilt für diese speziellen Produkte: Fällt der zugrunde liegende Index (Dax, Dow Jones u.a.), gewinnt das Zertifikat oder der ETF. Angeboten werden „Bär Index-Zertifikate“ zum Beispiel von der Landesbank Berlin. ETFs auf fallende Märkte sind eine Spezialität der Deutsche-Bank- Tochter DB X-Trackers. Seit Anfang 2007 berechnet die Deutsche Börse den „Short-Dax“, der sich spiegelbildlich zum Dax entwickelt. Auf diesen Short- Dax bieten zum Beispiel die Société Générale oder die Raiffeisen Centrobank Index-Zertifikate an.

REVERSE-ZERTIFIKATE

Wie bei Bonus-Zertifikaten erhalten Anleger bei Reverse-Bonus-Papieren am Ende der Laufzeit einen festen Betrag – wenn bestimmte Kursschwellen nicht gebrochen werden. Ein Beispiel: ein Zertifikat hat als Basiswert den Euro-Stoxx 50 mit einem Startwert von 3500 Punkten. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre, der Bonus liegt bei 25 Prozent, die Barriere bei 130 Prozent des Ausgangswertes. Notiert der Euro-Stoxx 50 am Laufzeitende zwischen der Barriere von 130 Prozent (= 4550 Punkten) und dem Bonus-Level von 75 Prozent (=2625), erhält der Anleger sein eingezahltes Kapital sowie den Bonus in Höhe von 25 Prozent ausbezahlt. Fällt der Index unter den Bonus-Level, steigt die Rendite entsprechend. Hingegen wird jeder Prozentpunkt, den der Index am Laufzeitende über 4550 Punkten liegt, zum Verlust für den Anleger.

OPTIONSSCHEINE

Die Scheine setzen die Termingeschäftsfähigkeit des Anlegers und viel Erfahrung an den Aktienmärkten voraus. Nahezu jeder Einzeltitel und jeder Index ist via Optionsschein handelbar. Das Risiko von Totalverlusten ist aber vergleichsweise hoch. mot

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