Bankenskandal : US-Sammelklage gegen Société Générale

Die wegen eines Spekulationsskandals in die Schlagzeilen geratene französische Société Générale wird nun mit Vorwürfen von Investoren aus den USA konfrontiert. Die Großbank habe ihnen "bedeutende Verluste" beschert.

New YorkUS-Anwälte haben am Mittwoch eine Sammelklage gegen die französische Bank Société Générale eingereicht. Die Anwälte der Kanzlei Cohen Milstein Hausfeld & Toll werfen der Bank laut Klageschrift vor, die Investoren über ihr Engagement auf dem risikoreichen US-Immobilienmarkt in die Irre geführt zu haben. Zudem habe Société Générale nicht angemessen auf Hinweise reagiert, dass der Börsenhändler Jérôme Kerviel mit unautorisierten Geschäften Milliardenbeträge aufs Spiel gesetzt hat.

Kerviel soll bei der Bank durch ungenehmigte Spekulationen einen Schaden von rund 4,9 Milliarden Euro verursacht haben soll. Der Spekulationsskandal war vor knapp zwei Monaten bekannt geworden.

Durch das Verhalten von Société Générale seien Investoren in den USA sowie in Europa "bedeutende Verluste" entstanden, teilte die Anwaltskanzlei mit. Die Klage wurde vor einem New Yorker Bundesgericht im Namen aller Käufer von Papieren der französischen Bank zwischen dem 1. August 2005 und dem 23. Januar 2008 eingereicht.

Im Zusammenhang mit dem Spekulationsskandal nahm die französische Polizei am Mittwoch einen weiteren Börsenhändler vorläufig fest, der im Handelsraum der Großbank arbeitet. In Justizkreisen hieß es, er habe Kontakt mit Kerviel gehabt. (ut/AFP)

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