Barren oder Münzen? : Aufschlag für die Prägung

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Foto: AFP

Wer sich reines, physisches Gold oder Silber zulegen möchte, hat die Wahl zwischen Barren und Münzen. Gold ist von der Mehrwertsteuer befreit. Dagegen wird für Silbermünzen der reduzierte Satz von sieben Prozent, für Barren sogar der volle Satz fällig. Die älteste und weltweit beliebteste Anlage-Goldmünze ist der südafrikanische Kruegerrand, in Europa und Japan der österreichische Philharmoniker. Während Sammlermünzen oft einen geringeren Edelmetallgehalt aufweisen, beträgt der Gold- oder Silbergehalt von Anlagemünzen 910 bis meist 999 von 1000 Teilen. Schmuck hat dagegen einen Goldgehalt von höchstens 75 Prozent (750er oder 18 Karat). Goldbarren werden in Stückelungen von einem Gramm bis ein Kilo angeboten, Goldmünzen gibt es im Normalfall zwischen 1/20 Unze und einer Unze (= 31,1 Gramm). Es wird empfohlen, die Münzen und Barren nur bei Banken oder größeren Goldhändlern zu kaufen, um Fälschungen und Betrug zu vermeiden. Ein baden-württembergischer Geschäftsmann will demnächst an Bahnhöfen und Flughäfen deutschlandweit auch 500 Goldautomaten aufstellen, die zum aktuellen Goldpreis Ein-Gramm-Barren Gold ausspucken. Wissen muss man: Käufer von Münzen oder Barren in Deutschland müssen zusätzlich zum Goldpreis einen Aufschlag für die Prägung und eine Gewinnspanne zahlen, die je nach Händler verschieden sein kann. So kostet eine Unze Kruegerrand aktuell bei Pro Aurum in Berlin 727 Euro bei einem Goldpreis von 672 Euro – das ist ein Aufschlag von gut acht Prozent. (moc)

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