Finanzen : Bezahlen in Europa wird einfacher

Frankfurt am Main - Bankkunden können ihre alte Bankleitzahl und Kontonummer allmählich vergessen. Dafür müssen sie sich an Iban und Bic gewöhnen. Diese werden ab 28. Januar 2008 mit dem offiziellen Startschuss für den europäischen Zahlungsverkehrsraum (Sepa) die wichtigsten Ziffern bei Überweisungen. Die internationale, 22-stellige Kontonummer Iban und der Bankidentifikationscode Bic markieren die Überwindung der nationalen Grenzen im Zahlungsverkehr. Auch Kartenzahlungen in Europa sollen erheblich einfacher werden. „Unternehmen und Verbraucher werden von Sepa profitieren. Mehr Wettbewerb führt zu attraktiveren Bankangeboten und schafft Spielraum für gesamtwirtschaftliche Kostensenkungen“, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Hans-Georg Fabritius am Mittwoch bei der Vorstellung von Sepa in Frankfurt.

Verbraucher können künftig genauso leicht wie in Deutschland auch ein Konto in jedem der anderen 26 EU-Mitgliedsländer sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz eröffnen. Diese 31 Länder werden beim Zahlungsverkehr zum Inland. Der Besitzer eines Ferienhauses in Spanien kann die dafür notwendigen Zahlungen künftig direkt über ein Institut vor Ort abwickeln. Rund 1800 der etwa 2000 Banken und Sparkassen in Deutschland sind zum Sepa-Start bereit, die neuen, einfachen und günstigeren Auslandsüberweisungen über Sepa entgegenzunehmen. ro

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