Börse : Im Sommerloch

Der deutsche Aktienmarkt hat die neue Woche verhalten begonnen und am Montag schwächer geschlossen. Der Dax ging mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 6297 Punkte aus dem Handel. Für den M-Dax mittelgroßer Werte ging es um 0,8 Prozent auf 8342 Punkte nach unten, während der Technologieindex Tec-Dax 0,6 Prozent auf 809 Zähler abgab.

Immobiliendaten aus den USA brachten nicht die erhofften neuen Impulse und schwache US-Börsen verhinderten Händlern zufolge ein besseres Abschneiden des deutschen Aktienmarktes. „Nachdem der Wochenstart sehr ruhig verlaufen ist, richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes nun auf den am Dienstag anstehenden Ifo-Index“, sagte Marktstratege Matthias Jörss von Sal. Oppenheim.

Für etwas Schwung besonders im Finanzsektor sorgten die Berichte, wonach die Allianz-Tochter Dresdner Bank an die Commerzbank gehen soll. „Wir würden eine Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank positiv beurteilen“, schrieb Equinet-Analyst Philipp Häßler. Die Titel der Allianz gewannen als einer der stärksten Werte im Dax 0,5 Prozent auf 108,00 Euro, während es für Commerzbank-Papiere um 1,7 Prozent auf 20,16 Euro nach unten ging.

Aktien von Infineon Technologies profitierten von Spekulationen um eine mögliche Trennung von Qimonda und legten an der Indexspitze um 1,7 Prozent auf 6,05 Euro zu. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge befindet sich Micron Technology in Gesprächen mit dem Halbleiter-Hersteller zur Übernahme von Teilen oder des gesamten Anteils von Infineons Beteiligung an Qimonda. „Falls es Gespräche gibt, sind die Informationen nur sehr vage, und es wird vielleicht auch nur ein Teilverkauf“, schränkte ein Analyst ein.

Unterdessen verloren MLP-Papiere 1,2 Prozent auf 13,61 Euro. Der Chef des Finanzdienstleisters, Uwe Schroeder-Wildberg, hält einem Interview mit dem „Handelsblatt“ zufolge den Versuch einer Übernahme des Finanzdienstleisters durch den Schweizer Versicherer Swiss Life für gescheitert. Bei den Technologiewerten waren Roth & Rau mit plus 3,3 Prozent auf 33,34 Euro gefragt. Unternehmenschef Dietmar Roth hatte in einem Interview vage Hoffnungen auf eine weitere Prognoseerhöhung geschürt.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,23 (Freitag: 4,25) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,26 Prozent auf 116,54 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,71 Prozent auf 114,65 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4767 (1,4808) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6772 (0,6753) Euro.Tsp

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