Börse : Neue Arbeitslosenzahlen erwartet - Dax vorbörslich im Minus

Die Bundesagentur für Arbeit gibt heute die Arbeitslosenzahlen für Februar bekannt. Im Fokus der Anleger steht an diesem Donnerstag außerdem die Aktie der Allianz. Der Dax liegt vorbörslich leicht im Minus.

Andreas Oswald
Bulle und Bär in Frankfurt.
Bulle und Bär in Frankfurt.Foto: imago

Die neuen Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) für Februar, sowie die Allianz beschäftigen heute die Anleger. Volkswirte rechnen zwar saisonbedingt im Vergleich zum Vormonat noch einmal mit einer Zunahme der Erwerbslosenzahlen, aber nicht in dem sonst üblichen Umfang.

Nach den Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Februar 3,145 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit; dies wären rund 10.000 mehr als im Januar, aber rund 10.000 weniger als vor einem Jahr. Ohne Saisoneffekte wäre die Zahl nach Einschätzung der Fachleute sogar um 10.000 bis 15.000 gesunken. Für die kommenden Monate wird mit einer weiteren Entspannung auf dem Arbeitsmarkt gerechnet.

Trotz besser erwarteter Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) liegt der Dax vorbörslich im Minus

Der Dax bewegt sich unter der Marke von 9700 Punkten. Von seinem Rekordhoch ist der Dax zwar nur noch knapp 100 Prozent entfernt, doch Investoren tun sich mit Zukäufen schwer. Das lag Händlern zufolge zum Teil auch an der Unsicherheit über die Lage in der Ukraine. Am Mittwoch ging der deutsche Leitindex mit einem Verlust von 0,39 Prozent auf 9661 Punkte aus dem Handel.

Fed-Chefin Janet Yellen vor dem US-Senat

Die Vorgaben aus Amerika und Asien sind schlecht. Die bevorstehende Anhörung von Fed-Chefin Janet Yellen vor dem US-Senat haben der Tokioter Börse einen schwachen Start beschert. Die US-Börsen hatten am Mittwoch kaum verändert geschlossen.

Im Fokus steht heute die Aktie der Allianz. Der Versicherungskonzern erhöhte den Umsatz um 4,1 Prozent auf einen neuen Höchststand von 110,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erreichte 10,1 Milliarden Euro. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat eine Dividende von 5,30 Euro je Aktie vorschlagen. Das entspricht einem Plus von 18 Prozent im Vergleich zur Dividende 2012 von 4,50 Euro.

Hochtief beglückt Aktionäre

Auch der Baukonzern Hochtief beglückt seine Aktionäre. Der Bauriese schaffte einen Gewinnsprung und schüttet den Aktionären eine deutlich höhere Dividende aus. Der Essener Konzern verbuchte 2013 einen Konzerngewinn nach Minderheiten von 171,2 Millionen Euro und lag damit leicht unter den Markterwartungen.

Die Anteilseigner um Großaktionär ACS sollen nun eine Dividende von 1,50 (Vorjahr 1,00) Euro je Anteilsschein erhalten - mehr als Analysten erwartet hatten. Die Aktionäre sollen außerdem noch von einem weiteren Schritt profitieren: Hochtief will zehn Prozent der Aktien einziehen, die der Konzern bereits eingesammelt hatte, wie Hochtief am Donnerstag in Essen erklärte.

Für ProSiebenSat.1 könnte die Vorlage der Jahresbilanz 2013 der letzte Auftritt in der zweiten Liga sein. Erfolgreich war das Jahr. Der Umsatz dürfte nach Schätzungen von Fachleuten um zehn Prozent auf 2,6 Milliarden Euro geklettert sein, auch der Gewinn wird wohl weiter gewachsen sein. Ein wichtiger Teil der Zuwächse kommt aus Geschäften abseits der klassischen TV-Werbung. (mit Reuters und dpa)

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