Devisen : Eurokurs deutlich gesunken

Der Kurs des Euro ist nach dem Höhenflug der vergangenen Woche deutlich gesunken. Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,4540 US-Dollar. Die Verbraucherpreisdaten aus den USA könnten den Trend stützen.

Frankfurt/Main Noch am Morgen hatte der Euro etwa einen US-Cent mehr gekostet. Ende vergangener Woche hatte der Euro einen neuen historischen Höchststand von 1,4751 Dollar markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs heute auf 1,4579 (Freitag: 1,4683) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,6859 (0,6811) Euro.

"Aufgrund eines Feiertags in den USA und mangels fundamentaler Impulse ist der Handel heute vergleichsweise ruhig verlaufen", sagte Devisenexperte Stephan Rieke von der BHF-Bank. Nach den deutlichen Kursgewinnen des Euro in den vergangenen Wochen habe die Gemeinschaftswährung etwas konsolidiert. Hierzu habe auch das moderate "Stillhalte-Signal" der Europäischen Zentralbank (EZB) von vergangenem Donnerstag beigetragen. Voraussichtlich werde die EZB in der nächsten Zeit keinen Zinsschritt vornehmen.

"Euro hat noch Spielraum"

"Trotz der Kursverluste hat der Euro prinzipiell noch Spielraum nach oben", sagte Rieke. Die US-Hypothekenkrise und die Finanzmarktturbulenzen blieben ein "Dauerbrenner", was für einen weiter schwachen Dollar spreche. Unterstützung könnte die US-Währung indes von den in dieser Woche anstehenden Verbraucherpreisdaten aus den USA erfahren, die vermutlich für höhere Inflationsrisiken und mithin gegen weitere Zinssenkungen der US-Notenbank sprächen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,70445 (0,70040) britische Pfund, 159,55 (163,22) japanische Yen und auf 1,6403 (1,6483) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 803,50 (831,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 18 040 (18 190) Euro. (mit dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar