Dow Jones : Schwächste Woche seit fünf Jahren

Der Abwärtstrend hält an: Die US-Börsen haben die Handelswoche mit weiteren Verlusten beendet. Für den Leitindex Dow Jones war es die schwächste Handelswoche seit fast fünf Jahren.

New YorkDie US-Börsen haben die Handelswoche angesichts anhaltender Befürchtungen über höhere Kreditkosten für Unternehmen und Hausbesitzer mit weiteren Verlusten beendet - für den Leitindex Dow Jones war es die schwächste Handelswoche seit fast fünf Jahren. Positive Nachrichten über die etwas stärker als erwartete Entwicklung der US-Wirtschaft konnten den Abwärtstrend nicht aufhalten.

Der Dow Jones knüpfte nach einem wechselhaften Verlauf an seinen deutlichen Kursrückgang vom Vortag an. Er schloss mit minus 1,54 Prozent bei 13 265,47 Punkten auf seinem Tagestief - auf Wochenbasis war das ein Minus von 586 Zählern. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 1,60 Prozent auf 1458,95 Zähler. An der NASDAQ ging der Composite-Index um 1,43 Prozent auf 2562,24 Zähler zurück. Der Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 1,53 Prozent auf 1.956,19 Punkte.

Führungswechsel bei Gap

Gap-Titel gewannen nach Zahlen 5,20 Prozent auf 17,79 US-Dollar. Der Wechsel an der Führungsspitze könnte die Hoffnungen auf einen Trendwechsel bei dem angeschlagenen Modekonzern verstärken. Die Citigroup stufte die Aktien hoch. Mit Glenn Murphy als neuem Chef verbesserten sich die Chancen für eine Restrukturierung, hieß es zur Begründung.

Dow Jones verteuerten sich um 1,82 Prozent auf 54,70 Dollar. Ein wichtiger Anteilseigner des Medienkonzerns wird einem Pressebericht zufolge gegen das Übernahmeangebot der News Corp von Rupert Murdoch stimmen. Der in Denver beheimatete Zweig der Bancroft-Familie verlange einen höheren Preis als die gebotenen 60 US-Dollar je Aktie, berichtete das zu Dow Jones gehörende "Wall Street Journal" am Freitag auf seiner Internetseite unter Berufung auf Kreise.

Auch Clear Channel Communications legten gegen den Trend um 0,54 Prozent auf 36,95 Dollar zu. Das größte US-Rundfunk- und Außenwerbungsunternehmen verzeichnete im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr einen Gewinnanstieg um 19 Prozent auf 236 Milliarden Dollar. Amgen-Papiere verbilligten sich nach guten Zahlen unterdurchschnittlich um 0,96 Prozent auf 55,62 Dollar. Der weltgrößte Biotechnologiekonzern hatte im zweiten Quartal mehr verdient und umgesetzt als von Experten erwartet.

Gewinnmitnahmen bei Chevron

Für die Chevron-Aktie ging es nach der Bilanzvorlage um 2,58 Prozent auf 85,20 Dollar nach unten - Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Der Ölkonzern hatte im zweiten Quartal mit seinem Ergebnisanstieg die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Titel des Konkurrenten Exxon Mobil litten unter Nachwirkungen der schwachen Bilanz vom Vortag. Sie weiteten ihre Verluste um 2,99 Prozent auf 85,59 Dollar aus - damit waren sie einer der schwächsten Werte im Dow Jones.

Intel gaben nach negativen Nachrichten um 1,92 Prozent auf 23,54 Dollar nach. Die EU-Kommission leitet ein Verfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung gegen den Chip-Weltmarktführer ein.

Am Anleihenmarkt gewannen die richtungweisenden zehnjährigen US- Staatsanleihen 0,0625 Punkte auf 97,8438 Punkte. Die Rendite betrug 4,77 Prozent. Der Euro wurde zuletzt mit 1,3635 Dollar gehandelt. (mit dpa)

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