Finanzen : Bankenaufsicht macht überschuldete Weserbank dicht

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat für die Bremerhavener Weserbank AG ein Moratorium angeordnet. Sie schloss das Kreditinstitut für den Verkehr mit der Kundschaft.

BonnDie Bafin verhängte ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot und stellte beim Amtsgericht Bremerhaven einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Die Bilanzsumme der Bank belief sich zum 31. Dezember 2007 auf rund 120,4 Millionen Euro. Die Höhe der Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden beträgt laut der Mitteilung rund 24,9 Millionen Euro.

Nachdem die Bank ihr Geschäftsmodell umgestellt habe, sei sie nicht mehr in der Lage gewesen, dauerhaft Erträge zu erwirtschaften, um die laufenden Kosten zu decken, schreibt die Bafin. Eine Fortführungsprognose für das Institut konnte nicht mehr aufrechterhalten werden. In Folge habe die Weserbank AG ihre Vermögenswerte nicht mehr mit Fortführungs-, sondern mit Liquidationswerten bilanzieren müssen, die niedriger seien. Hierdurch habe sich eine Überschuldung ergeben. Das Moratorium wurde angeordnet, um die verbliebenen Vermögenswerte zu sichern.

Die Einlagen der Kunden seien im Rahmen des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes bis zu einer Obergrenze von 20.000 Euro pro Kunde geschützt. Zudem sei das Institut Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken. Dieser Fonds übernimmt die Schäden bis zur Sicherungsgrenze von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank, in diesem Fall läge diese bei 1,832 Millionen Euro pro Einleger. (feh/dpa)

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